Aus der Heil des we,rd»ndc!i ^isuiarcks
sein ivill, >vas er heißt; seieil wir aber mich dessen jederzeit eingedenk, daß ein Voll nur dnrch sich selbst groß bleibt. Rüsten wir uns darum, jeder au seiuer Stelle, zu treuer Mitarbeit an der Zukunft, damit das zwanzigste Jahr> hundert, dessen Ende keiner von nns erleben wird, eine Zeit deutscher Größe werde, und diese Größe als eine fest begründete, wohlverdiente erscheine. Das walte Gott!
Aus der Zeit des werdenden Bismarcks
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lS Bismarck für Frankfurt ernannt wird, erwartet man in den Briefen ein Wort der Freude oder wenigstens der Befriedigung, Nichts davon. Er spricht von einem Joch lind bedauert, daß ! er unu die Hoffnung auf ein glückliches Stillleben mit Fran und hindern aufgeben müsse, „Mir ist ganz weinerlich -- heißts einmal —, wenn ich an dies plötzliche Umwerfen unsrer harmlosen Pläne denke," Anf »och viel größere Abueiguug scheint aber die Weudung bei der Frau und der Schwiegermutter gestoßen zu sein. Da mnß er beschwichtigen, erinnert daran, wie oft sie geklagt haben, daß man von oben her nichts aus ihm machte, ver- sichert, daß er es nicht gesucht habe, und als das nichts hilft, erklärt er fest: es wäre feig, abzulehnen. Das Amt halte er für unfruchtbar und dornenvoll, aber seine Bernfnng nnd Kleifts gleichzeitige Ernennung znin Oberpräsidenten seien ein öffentliches Pfand dafür, „daß die Regiernug wirklich nnd gänzlich der Nevvlntion abgesagt hat," Also wie bei seiner Stellung zur deutschen Frage, sogar bis zur Billiguug von Olmütz leitet ihn auch bei der Übernahme des Gesandtenpostens sein konservativ-uwnarchisches Gefühl, Aber wenn er dieses dem Fnmilienfrieden nnd dem Familienglück voranstellte, so hatte das einen tiefern Grnnd. Der kommt in dem Brief vom 3. Mai 1851 znm deutlichsten Vorschein in der schönen Stellen „Ich wiederhole, ich habe mit keiner Silbe herbeigeführt oder mich nnr erwünscht, was geschieht, ich bin Gottes Soldat, und wo er mich hinschickt, da muß ich gehn, nnd ich glanbe, daß er mich schickt und mein Leben znschnitzt, wie er es braucht."
Gottes Soldat! Erinnert das nicht au Luther in Wvrms? Jedenfalls giebt das Wort den besten Schlüssel zu Bismarcks streitbarein nnd unbeugsamem Charakter, zu der Entschlvsseiiheit und Zähigkeit, aus der seine Erfolge entsprangen. Wir wissen auch aus Bismarcks öffentlichen Reden, wie er in schweren Kämpfen stand hielt, weil er sich als Werkzeug der Vorsehung ansah, wie er aus diesem Grunde seinem alten Kaiser über die ernstesten Verstimmungen hinweg die Treue hielt, und mehr als einmal finden wir in den bekannten