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Antikes und Altchristliches in Rom
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der beiden Seitentempel ein und erstreckt sich auch mit ihrem Chor bedeutend über die Rückseite des mittlern Tempels hinaus. Sie ist 1880 als dreischiffige Basilika mit flacher Decke über dem Mittelschiff uud eingewölbten Seitenschiffen restauriert worden.

(Schlusz folcch

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Schriften zur Sozinlwisscuschnft. Ein großer Teil der Übel unsrer Zeit entspringt daraus, daß Sitte und Mode künstliche uud eingebildete Bedürfnisse erzeuge», die zu befriedigen viel Geld kostet, daß sich diese Bedürfuisse in der von dem Ehrgeiz und der Eitelkeit geforderten Wettjagd ins Grenzenlose steigern, daß aber ihre Befriedigung keineswegs die Befriedigung des Herzens bedeutet, dieses vielmehr leer läßt, sodaß der Geldbesitz oft mehr Unglück und Unbehagen als Glück und Behagen erzengt. Dazu kommt, daß die wenig oder nichts Besitzenden zwar die äußerliche Zivilisation cumehmeu oder sich anzunehmen bestreben, dabei aber unverständig uud innerlich roh bleiben oder werden uud sich von der Hcrzenskultnr, die allein eiu bescheidnes Glück gewährleistet, mehr entfernen als ihr nähern, der wahren Kultur, die das Glück suchen lehrt in der Befriedigung der leiblichen Be­dürfnisse mit den einfachsten Mitteln uud in der Wcckuug und Pflege edler Herzens­bedürfnisse, deren Befriedigung mehr ein für das Gute und Schone in der Welt offnes Auge uud einen guten Willen als Geld fordert. Die heute herrschende allgemeine Unzufriedenheit würde also bedeutend vermindert werden, wenn es gelänge, die Lebensgewvhnheiten der Besitzenden zu vereinfachen, die Herzen der Nichtbe­sitzenden zn veredeln die leichtere Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse der Armen ergäbe sich aus der Vereinfachung des Lebens der Reichen von selbst und so diese beiden feindliche» Schichten eincmder auf dem gemeinsamen Boden wahrer Kultur zu nähern. Und eiu ähnlicher Anncihernngsprozeß scheint anch auf dem politischen Gebiet durch die Zeitumstäude eingeleitet werden zu sollen. An eine Dcpvssediernng des Kapitals ist nicht zn denken, verjüngt es sich doch zusehends; wohl aber bedarf es zu seinen Unternehmungen, z. B. zur Ausrüstung vou Kriegs- heereu uud Kriegsflotten, nicht allein der mechanischen Leistnngen, sondern auch der politischen Unterstützung des Arbeiterstandes, und dieser könnte sie unter der Be­dingung gewähren, daß ihm die unbeschränkte Koalitionsfreiheit verbürgt würde. Ans diesem Wege gegenseitiger Zugeständnisse würde man besser uud rascher vor­wärts kommen und eher zum Sozialismus, d. h. zu einer befriedigenden Organisation gelangen, als weuu man sich um Abstrakta wie deu Begriff des Wertes zankt und mit geschichtsphilosvphischen Spekulationen das Endziel der irdischen Entwicklung zn enthüllen sucht, das uns doch nun einmal verborgen bleibt. Dergleichen An­sichten vernimmt mau heute häufig, nur daß nicht jeder, der sich zu der einen be­kennt, anch alle andern annimmt. Paul Weiseugrüu aber hat sie iu seinem neusten Buche: Der Marxismus und das Wesen der sozialen Frage (Leipzig, Veit n. Cvmp., 1900) zn einem schönen Ganzen vereinigt. Nur fürchten wir, sein geistreiches uud gelehrtes Buch werde dem Zweck, den er sich setzt, nur nnvollkommen dienen:über das Wesen der großen Kvmplikationskrankheit sder ans den gesell­schaftlichen Verwicklungen eutspriugeudeu künstlichen Bedürfnisses so viel Licht zu