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einst das Erbe des Vaters antreten und mehren soll. Ol> er aber zu beneiden ist? Wen gelüstet, nach diesem Schutzgebiete Deutschlands als Vorkämpfer westlicher Kultur zu ziehn? Der Weg ist frei, und das Gebiet ist weit!
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(Fortsetzung) Grüblerdramen
an mag die Aufgabe des Dramas dariu sehen, daß es uns den menschlichen Makrokosmos im Mikrokosmos einer einzelneu Begebenheit, oder darin, daß es uns einen bedeutenden Charakter in den bedeutendsten Augenblicken seines Lebens zeigt, in jedem Falle geben Revolutionen dankbare Stoffe ab; verläuft doch die Weltgeschichte als eine Kette von Umwälzuugeu, nnd bieten doch gerade die gewaltsamsten Umwälzungen den Charakteren die reichlichste Gelegenheit dar, sich im Handeln und Leiden zu bewähren. Trotzdem giebt es nicht viele Revvlutiousdramen, die der Aufnahme in die Weltlitteratnr würdig gewesen wären. In Shakespeares Königsdrameu finden wir wohl Empörung der Großen und Volksaufstände, aber nnr als Hintergründe und Begleiterscheinungen, ohne daß auf den aufrührerischen Charakter dieser Begebenheiten Gewicht gelegt würde. In Macbeth ist der Mord Dnneaus nud Banquos wichtig als Verbrechen, nicht als Mittel der Stantsumwülzuug. Unser heutiger Begriff von Revolution war eben früher noch gar nicht vorhanden; er konnte nicht aufkommen, weil Staatsumwälzungcn im Altertum — die paar Jahrhunderte römischer Kaiserherrschast abgerechnet — und im Mittelnlter die alltägliche lind sozusagen ordnungsgemäße Form des politischen Lebens, deshalb gnr keine auffälligen Erscheinungen und keine von Krieg und Fehde verschiedene Kategorie waren. Erst nachdem der moderne Staat mit seinem absoluten Königtum entstanden und als eine göttliche Ordnung anerkannt worden war, die umzustürzen Frevel sei, erst nachdem die Gelehrten angefangen hatten, die Frage zu erörtern, ob es einem Volke erlaubt sei, sich eines Tyrannen zn entledigen, erst da konnte der moderne Begriff der Revolution entstehn und mit ihm die Revolution selbst und das Nevolntionsdramn.
Der großen Revolutionszeit verdanken Nnr den Figaro von Beaumarchais nnd Schillers vier oder fünf Nevolntionsdramen. (Fiesko ist am Ende mehr Jntrigueustück, dagegen muß man Kabale und Liebe dazu rechnen, weil es, wie Figaro, zwar nicht von Revolution spricht, aber sehr kräftig zu einer solchen anreizt.) Seitdem hat sich die Welt wieder bedeutend geändert. Wie