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in Berlin u. a. Auch die weitverbreiteten Organisationen des „Noten Kreuzes," besonders die „Frnuenvereine vom Roten Kreuz," das „Deutsche Zentralkomitee zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke," die „Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" und andre Vereine arbeiten in ersprießlicher Weise an dein Werke der Versicherung mit.
Alls allen den im Vorausgehenden berührten Folgen der Arbeiterversicherung darf mau Wohl herauslesen, daß diese zu einer Schule der Sozialpolitik für die ganze Nation geworden ist; sie offenbaren eine ganze Reihe von Syinp- tomeil dafür, daß mit dem Gefühl der größern Zufriedenheit und Znsammeu- gehörigkeit eiue innerliche Kräftignng von Volk nnd Reich herbeigeführt worden ist, nnd daß man durch den erstrebten Allsgleich uugesuuder gesellschaftlicher Gegensätze dem Ziele des sozialen Friedens wenigstens etwas näher kommt.
Hört mau anch im Lande herum, bei den Arbeitern, dem kleinen Unternehmer und dein Fabrikanten, so findet man wohl häufig Stimmen des Tadels über die Einrichtuugeu der Versicherung, doch bezwecken sie alle nur Verbesserungen; an eiue Beseitigung des großen Werkes denkt niemand mehr. Man will, daß die segensreichen Wirkungen, die die Versicheruugsgesetzgebuug hervorgerufen hat, dauernd erhalten bleiben.
Katholische Inferiorität und ultramontane Parität
(Fortsetzung) 4.
aß die Protestanten mehr Schätze finden lind mehr Lvtterie- gewinne machen als die Katholiken, hat noch niemand behauptet; es herrscht vielmehr Einverständnis darüber, daß im Zeitalter des „Kampfs nm das Dnsein" Vermögen nur durch schwere Arbeit, insbesondre durch schwere geistige Arbeit gewonnen wird. Sonach bleibt für die wirtschaftliche Rückständigkeit der Katholiken nnr der weitere Erklürungsgrund, daß sie weniger erwerbsfähig sind als die Protestanten, also weniger leisten als diese. Die wirtschaftliche Nückständigkcit der Katholiken hängt alfo anf das engste znsauimen mit ihrer „geistigen Jnferwrität." Über diese etwas neues zu sagen ist unmöglich. Sie ist von den Klerikalen zur Genüge zugestanden, und man kann kamn eine Nnmmer des führenden Zentrumsblnttes, der Kölnischen Voltszeitung, lesen, ohne nicht einen Schmerzensschrei in dieser Nichtnng zu finden; denn mit anerkennenswerter Offenheit räumen die Klerikalen ein, daß nicht mir in den eine