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Maßgebliches und Unmaßgebliches
Hintergrund. Aber das schöne, einträchtige Verhältnis, wie es in der so buut zusammeugewürfelteu Reisegesellschaft hervortrat, wäre doch vor Jahren kaum denkbar gewesen. Was nur immer wieder entgegentrat, war die Wahrnehmung, das; die früher so tief wurzelnde und so weit verbreitete Furcht vor der preußischen Union lind Unionsmache in erfreulicher Weise zurückgetreten ist; denn diese Besorgnis lag den nichtprcußischen Evangelischen, namentlich den Gliedert? der nicht unierten, konfessionellen Landeskirchen tief im Blute nnd ließ viele Jahre lang jede Verständigung von vornherein als ausgeschlossen erscheinen. Das hat sich geändert. Die synodale Entwicklung nnd die kirchengesetzlich verbürgte Geltung des vorhandneu Bekenntnisstands, sowie die Haltung, die das preußische Kirchenregiment in diesen Fragen seit Jahren eingenommen hat, haben allmählich in weiten Kreisen das Mißtrauen beseitigt oder doch wesentlich abgeschwächt. Und das ist ein großer Fortschritt zu dem Ziele einer brüderlichen Annäherung der einzelnen evangelischen Landeskirchen und eines von Unionsfnrcht nicht getrübten, praktischen. Zusammenwirkens.
(Fortsetzung folgt)
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Mein wunderlicher Freund. Ich glaube, ich habe ein dummes Gesicht gemacht, als ich bei Bonorcmd stand und mich nach allen Seiten umsah. Natürlich saß er nu keinem der hundert Tische, den» es war beinahe halb acht. Ich war mir wie ein Held vorgekommen, als ich aus dem Bett gesprungen war und dann meinen leeren Magen durch die Straßen trug und das Gefühl hatte, daß jeder, der mir begegnete, mich verwundert anschaue. Und dann hatte ich mich doch blamiert. Na, dachte ich, auf einen Hieb fällt lein Banm! Nnn nur schnell frühstücken, vielleicht erwischst du ihn doch noch.
Es war mir ganz träumerisch zu Mute, als ich dann durch den Wald ging. Das Morgensvunenlicht spielte durch die Zweige, aus allen Bäumen jubilierte es — ach Gott, dachte ich, wie ist doch die Welt so schon, wenn es nicht regnet. Es ist wahr, wer es haben kann, und geht doch nicht in den Wald an einem so schönen Morgen, der ist ein Narr. Daß dazu eine gewisse Rücksichtslosigkeit gegen das eigne Fleisch nnd die süße Gewohnheit nötig gewesen war, hatte ich vergessen. Ich sah nur das funkelnde Grün um mich und hörte den tausendstimmigen Vogelfang, und erwachte erst wieder zum Bewußtsein aus der angenehmen Träumerei, der ich mich hingab, als ich den Pfad durch das Büschicht zum Amelungswehr hinausging und ihn plötzlich sitzen sah. Er hatte den Hut beiseite gelegt und den Kopf in die Hand gestützt und sah in Gedanken verloren ans die Waldwiese drüben über dem Wasser hinaus, vom Rauschen des Wehrs umtönt.
Als er meine Schritte hörte, wandte er den Kopf. Na wahrhaftig, sagte er, es ist alles Mögliche!