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England und Nordamerika
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Acht Jahre sächsisch-deutscher Politik

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der Union mit ihren verhältnismäßig geringen Land- uud Seestreitkräften nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sie an der englischen Freundschaft einen festen Rückhalt hat. Daher auch die glimpfliche Behandlung Englands im Hah-Panneefote-Vertrnge; denn daß er auch so noch Vorteile genug für England bietet, hat Staatssekretär Hay selbst augedeutet, wem: die Äußerung richtig ist, die ihm zugeschrieben wird,daß er in keinem Pnnlte dein Drucke Englands nachgegeben habe." Diese Verteidigung wäre unnötig, wenn er sich nicht selbst bewußt wäre, daß sein Werk den Eiudruck macht, als sei es ein wenig günstig für England ausgefalleu. Wie aber die Dinge lagen, durfte er die Macht nicht vor den Kopf stoßen, an der Mae Kinlehs imperialistische Politik ihre beste Stütze hat. Allein gerade diese Politik findet in den Ber­einigten Staaten schon lange nicht mehr die begeisterte Zustimmnng wie damals »ach dem spanischen Kriege, nnd gegen sie richtet sich diesesmal der Hcmptstnrm der demokratischen Partei, die in der Selbstbeschränknng der Union ans die westliche Halbkugel das Heil uud zugleich die notwendige Folgerung ans der Monroedvktrin sieht.

Ein solches Amerika allerdings braucht die englische Freuudschaft nicht. Wenn also die Demokraten siegen, so werden sie Nieder in der Niearnguakanal- ^age noch im Alasknstrcit zn Konzessionen bereit sein, und England bleibt "mm nichts übrig, als nachzugeben, wie es so oft gethan hat, wo es auf einen energischen Widerstand stieß. Es ist in London noch in guter Erinnerung, nnt welcher Angst vor vier Jahren die Geldleute der Londoner City in ihren Kontoren saßen nnd auf die erlösende Nachricht von Mae Kiulehs Wahl warteten, die sie von der Furcht vor dem Silbermann Bryau befreien sollte. Diesesmal find es die Männer von Downing Street, deren Angen voll ^annmig nach drüben schauen werden; denn für die englische Politik kommt ^'iel daranf nn, ob Mne Kinleh bleiben oder Vrhan nn seiner Statt ins Weiße H"ns zu Washington einzieht, wird. Th. Lenschau

Acht Jahre sächsisch-deutscher Politik

von cvtto Kaemmel

s ist immer eine sehr schwierige Anfgabe, das Leben eines noch regierenden Fürsten in wirklich historischer Weise zn schildern, zninal wenn man selbst in amtlicher Bezichnng zu ihm steht, und das Material mit seiner eignen Znstimmung dem Verfasser zur Verfügung gestellt worden ist. Das sieht mau auch an den, sehr und wichtigen Buche, worin Paul Hnssel, Direktor des sächsischen