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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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War dabei besonders dankbar zn begrüßen, daß Se. Majestät der Kaiser, indem er ans seine persönliche Teilnahme an den Beratungen verzichtete, den verschiedueu Nichtnngen die vollste Freiheit der Meinungsänßerung, die ohne seinen Willen vielleicht doch durch seine Gegenwart nach der einen oder der andern Seite einiger­maßen beeinträchtigt worden wäre, gewährt hat, nnd wir dürfen hoffen, daß er sich der Wncht der Gründe für die Erhaltung des humanistischen Gymnasiums nicht verschlossen hat, obwohl ihm seiue eigne gymnasiale Bildnng dadurch, daß sie in Kassel mit der für eiuen Prinzen unentbehrlichen Standcsbildung bis zur Überspannung der Kräfte verbunden worden war, nicht das gewesen zn sein scheint, was sie bei so hervorragender Begabung nnd so vielseitigem Interesse hätte sein können und müssen. Kein geringes Verdienst au dem glücklichen Ausgange der Konferenz ge­bührt der energischen nnd geistvollen Weise, in der hochaugeschene Häupter der Uuiversitätswissenschaft, Mommsen, Wilamowitz-Möllendorff, Diels und Harnack für die Bedeutung des Griechischen eingetreten sind, sodaß jeder Widerspruch in sich zusammensinken mußte. Anch waren die Realisten sofort entwaffnet, sobald man ihnen die Gleichberechtigung der Realanstalten zugestand.

Freilich erhebt sich mm gcgeu diese heftiger Widerspruch bei einem großen Teile der Mediziner und Juristen. Beide fürchten ein Sinken des Bilduugsuiveaus für ihren Stand, wenn erklärt wird, daß die edelste Bildung für sie nicht mehr erforderlich sei, obwohl sie ihnen uach wie vor offen stehe. Man fordert deshalb für solche Studenten, die sich von den Realansialten aus dieseu Studien zuwende,: wollen, vorbereitende Ergänznngskurse an den Universitäten. Wie sich diese damit abzufinden haben, das wird noch Gegenstand sorgfältiger Erwägungen sein müssen; nur verschone man die humauistischen Gymnasien mit etwaigen Ergänzungsprüfnngen; sie haben bisher mit solchen meist nnr ungünstige Erfahrungen gemacht, weil sich die Vorzüge der griechischen Bildung eben nicht in einem hastigen Studium von bis anderthalb Jahren erwerben lassen. Das spricht anch einigermaßen gegen die neuen Ergcinzungsknrse. Außerdem würden diese das verhaßteMonopol" des humanistischen Gymnasiums, oder der humanistischen Bildnng, das ihr so viele Feinde erweckt hat und eben doch jetzt beseitigt werden soll, dnrch eine Hinterthür

wieder einführen und ucue Unzufriedenheit erregen. Man wird sich eben darein sind

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müssen das' ein ^eil nnsrer künftigen Mediziner und Juristen die volle hunmuiA^ild^g ^bchrt, was ja derÄchtnchiigkeit unmittelbar Mnen Emtrag Zun wird es ist aber doch niemand gezwungen, darauf zu Verzügen wdde Frage steh't einfach so: ob das Gesamtnivean nnsrer wissenschaftl.che. ^ duug durch den Ruin des humanistischeu Gy.nnasin.ns hinabgedruckt ^^den soll ode v dies nur bei eine... vielleicht sehr kleinen - Teile nnsrerStud.ertcn" ge chehen wll. Die Wahl kann nicht zweifelhaft sein.

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stes. ^dulf Philippi hat die Reihe seiner Kunstgeschichtlichen Einzcldar- in d""»^" (Leipzig, E. A. Seemann) kürzlich um eiueu uenen Band, den vierten mit ^' '"""ehrt. Seine ursprüngliche Absicht, diese Einzeldarstellungen, die

u.cr Schilderung der italienischen Renaissancekunst begonnen haben, in einem