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speist usw. Wichtig ist die Rang- und Quartierliste der Bierhäuser und Cafes, interessant beinahe für solche, die nicht nach Paris reisen können; die Schilderung der allerseinsteu Restaurants, wo mau in Gesellschaftstoilette zu speiseu Pflegt, möchte mau sogar schmackhaft nennen im Sinne des Geizhalses, der nach einer bekannten Anekdote au Sonn- und Feiertagen sich allemal eine Güte that, iudem er ein paar Seiten seines abgegriffnen Kochbuchs las. Wir Wolleu also diesen besten aller Bädekcr uicht nur unsern Reisenden, sondern auch den Zuhausebleibenden als eilt sehr unterrichtendes Buch über Paris empfehlen. Ihm fehlt nur eins, die Bilder!
Diese findet mau in dem kürzlich bei E. A. Seemann in Leipzig und Berlin erschienenen „Paris, eiue Geschichte seiner Kunstdenkmäler vom Altertum bis auf unsre Tage" pon Georges Riat (Nr. 6 der Berühmten Kunststätten). Das Buch ist gut disponiert nach historischen Kapiteln (Mittelnlter, Renaissanee, Klassische Kunst, Neunzehntes Jahrhundert), der Verfasser schildert lebhaft, kurz und angenehm, eine Glanzleistung ist seine warme, liebevolle Beschreibung des gotischen Paris; hier fühlt man die Größe jeuer Zeit durch: viele Franzosen sind ja wohl mit dem Verfasser der Ansicht, daß eine solche Kunst voll nationaler .Kraft und tiefem poetischem Gehalt zugleich noch nicht wieder erschienen ist. Den meisten uusrer Leser, auch denen, die jetzt nach Paris gehn, wird es mehr um die neuere Kunst zu thun sein. Auch hier ist ihnen der Verfasser ein Führer von Urteil und Geschmack. Es war nicht leicht, den Überfluß in übersehbare Grenzen einzuschließen, aber es ist ihm gut geluugeu. Die Auswahl der 177 Abbildungen verdient ebenfalls Lob. Mai? bekommt einen deutlichen Begriff von Paris, und es ist nicht zuviel gesagt, daß uus gerade ein solches Bnch bis jetzt gefehlt hat. Es wird sicher auch ohne unsre Empfehlung seinen Weg machen.
Die deutsche Volkswirtschaft am Schlüsse des neunzehnten Jahrhunderts. Auf Grund der Ergebnisse der Berufs- und Gewerbezählung von 189Ü und nach andern Quellen bearbeitet im Kaiserlichen Statistischen Amt. Berlin, 1!)00, Puttkammcr und Mühlbrecht. Ladenpreis l Mark. (VII, 209 S.)
Als dem Kaiser das achtzehnbändige, Ende 1899 fertig gewordne Werk über die Ergebnisse der Berufs- und Gewerbezählung von 1895 vorgelegt wurde, hat er sich dahin geäußert, „daß es sich empfehlen würde, die wichtigsten Resultate der Arbeit in einer kurzen, gemeinverständlichen Form zusammenzufassen und zu veröffentlichen, um sie so der Allgemeinheit in weiterm Umfange nutzbar zu machen, als dies bei der jetzt vorliegenden umfangreichen Publikation möglich sei." Diesen: Wunsche hat der Direktor des Kaiserlichen Statistischen Amts, Geheimer Oberregierungsrat I)r. H. von Scheel, in dem oben bezeichneten kleinen Buche eut- sprochen.
In fünf Hauptabschnitten bespricht er nnter Einfügung mnstergiltig angelegter tabellarischer Übersichten folgende Gegenstände: die BevMeruug, die Landwirtschaft, die Industrie, Handel und Verkehr, Produktion und Verbrauch. Soweit die Ergebnisse der Bernfs- nnd Gewerbezählung der Gegenstand der Darstellnug sind, ist des Kaisers Wunsch in vortrefflichster Weise erfüllt. In unsrer schnelllebigen
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