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ie Nachrichten, die aus China vorliegen, sind wohl dazu angethan, unser Blut in Wallung zu bringen, Umsomehr ist nüchterne Betrachtung der Dinge geboten. Daß sie nn verantwortlicher Stelle nicht sehlt, dafür bürgeil die Personen, die der Kaiser auf sie berufen hat, die Nmueu Hoheulohe uud Bülow, zur Geuüge. Schon vor der Erwerbung Kiautschous haben wir in den Grenzboten die ^uz» vorlaute!, Sänger im weltpolitischen „Cant" daran zu erinnern gewagt, A es besser ist, das Fell erst zu verteilen, wenn mau den Bären hat. Der ^dnnke der Erschließung Chinas statt seiner Aufteilung, meinten wir, sei sür uns Deutsche doch nicht so ganz von der Hand zn weise». Herr von Brandt, ^r die Lage kennt, hat sehr recht, wenn er daran erinnert, wie seit längerer <>nt die Austeilung Chinas in der europäischen Presse besprochen wird, und dabei schließlich auch ein Chinese nervös werden muß, wo es sich nm die Unabhängigkeit uud die Erhaltung seines Vaterlands handelt. Wir stehn vor fernsten Fragen, in denen Deutschland hinter dem Kaiser und den verendeten Regierungen stehn muß, uicht iu augenblicklicher Erregung uud Illusion, sondern dauernd fest nnd klar, wie es deutscher Art entspricht.
Politik des Kaisers und der verbündeten Regierungen, wie sie Graf ^ ow Ostchina verwirklicht hat, hat au den blutigen Konflikten, vou ^ue» wir wohl immer nur noch uuvollkommne Knnde haben, keine Schuld. ^ lst von vornherein mit aller Bestimmtheit zu sagen. Daß demokratische sozialdemvkratische vaterlandslose Herren jetzt in die urteilslose Menge U'musschreieu, das Deutsche Reich habe durch die Besitznahme Kiautschous e Katastrophe herbeigeführt, verdient insofern keine Widerlegung, als die,
^ sagen, selbst uicht darau glauben. Sie handeln einfach nach der alten
die
^altik poutischer Brunnenvergifter, deren Hauptwaffe vvu je die Lüge »vnr. v wäre die allergröbste Unterlaffungssüude gewesen, wenn das Dentsche Reich 1 mcht r» Kinntschou festgesetzt hätte, als es in sriedlicher Weise dazu Ge- G^nzboten III 1900 ?