Uaroline von Braunschweig
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und rief ihm immer wieder zu: LcloArclo, per arnor äi Oio, sosriäiÄino! Aber Edoardo hörte nichts erst im Corso Umberto I gelang es, ihn zum Absteigen zu bewegen, und das Ehepaar verschwand, lebhaft sprechend, in der Dunkelheit. Nach langer und langweiliger Fahrt erreichten auch wir unweit der Villa nazionale unser Ziel, froh, dem neapolitanischen Volksgewühl entronnen Zu sein. An dreimalhunderttausend Menschen, erzählte nachher der Mattino, hatten in diesen Tagen die verschiednen Friedhöfe der Stadt besucht.
Karoline von Braunschweig
und ihre Tochter Prinzeß Charlotte von England
n der englischen Regentengeschichte des neunzehnten Jahrhunderts hat — abgesehen von dem Tode des Prinzgemahls Albert von Koburg — kein Ereignis eine so allgemeine und tiefgehende Trauer der ganzen Nation hervorgerufen, wie das frühzeitige Ende der Kronprinzessin Charlotte, der einzigen hoffnungsvollen
s „ -Tochter König Georgs IV. Lange genährte Hoffnungen einer
esfern Zukunft wurden durch das jähe Ableben des kaum zwanzigjährigen Fürsten- nnoes vernichtet. Die in Schönheit blühende, mit reichen Gaben des Geistes und Herzens ausgestattete Erbin des Thrones, die Enkelin eines in Wahnsinn ver- lunknen Greises, den Sprößling eines verhängnisvollen Ehebundes zwischen einem tyrannischen Vater, den man als gewissenlosen Wüstling verachtete, und ewer unglücklichen Mutter, die man als Opfer dieses Wüstlings bemitleidete, Mte die englische Nation mit teilnahmvoller Spannung heranwachsen sehen und in der selbständigen Entwicklung ihres Geistes und Charakters, die mitten aus der umgebenden Fäulnis rein und kräftig aufblühten, die Verheißung glück- uyerer Tage begrüßt. Alle Anzeichen schienen die nahende Erfüllung dieser Hoffnungen zu bestätigen. Nach den langen trüben Tagen einer freudlosen Kindheit war die Prinzessin mit dem Manne ihrer Wahl vermählt; ganz Eng- ano hallte wieder von der Freude ihres ehelichen Glücks und erwartete froh- ^ ^ourt eines Thronerben. Auf dieser Höhe festlicher Erwartung lrkte die Trauerbotschaft von dem gleichzeitig erfolgten Tode der jungen Mutter und ihres Kindes mit der betäubenden Gewalt eines Wetterschlags; dnn? ^deuschaftliche Wehklage ertönte, eine düstere Bestürzung breitete ihre untetn Schwingen über die Nation aus. Bald nachher sank der unglückliche ^omg Georg III., eine langsam zerbröckelnde Ruine, in seine späte Gruft. In , und kürzern Zwischenräumen verließen während der folgenden Jahr-
rei^ Kmuge und Königinnen, die Prinzen und Prinzessinnen seiner zahl- cilm ^M"^ie den Schauplatz. Aber bei keiner von allen erneuerte der Tod der ^ Bezeugungen einer wahrhaft nationalen Trauer, wie bei dem Hinscheiden i^s K","äessin Charlotte. Erst die heutiqe Generation erlebte bei dem Tode Pnnzm A^rt etwas ähnliches.
^ ^ebensgcmg dieser seltnen Frau steht im engsten Zusammenhange mit