Hendrik witboi und sein Stamm ^5
kann sich nur eines einzigen großen Meisters erfreuen und schadet sich damit nur selbst. Wollt ihr euch keinen „Faust" mehr ansehen, weil ihr den Mephisto Dawisons nicht vergessen könnt? Jedem, was ihm gebührt. Auch bei den Jüngern, bei Neulingen werdet ihr Genuß finden, wenn ihr wollt. Thuts, und ihr nehmt dem Direktor, der rechneu und immer rechnen muß, einen Stein vom Herzen. Es liegt an euch, wenn er ench nicht mehr und besfere Abwechslung bringt, wenn er ench mit französischer Kost füttert, uud wenn er den Mut verliert, euch zu zeigen, was er für gut hält.
Hendrik Witboi und sein ^tamm
(Schluß)
ie Hererv hatten unterwegs schon einen großen Trupp Vieh geraubt und trieben es vor sich hin. Die Vorhut waren die Manasseleute (Rotes Volk), die zugleich Wegführer waren.
Als die Gibeoniten den von Hottentotten begleiteten Viehtrupp sahen, glaubten sie, Witboi führe ihnen nene Leute zu, und fingen an zu tanzen und zu singen und Witboi zn preisen. Aber wie verwandelte sich ihre Freude in Schrecken, als statt der erwarteten Landslcute die Herero in den Ort drangen und sogleich die ersten Werfte in Asche legten, Nur fünf Männer waren die Besatzung, die sich sogleich in eine östlich der Kirche hochgelegne Schanze warfen und von hier aus die Übermacht der Herero völlig in Schach hielten, sodaß diese deu südlichen Teil des Dorfes mit Kirche und Mission nicht nehmen konnten und nnverrichteter Sache wieder abziehn mußten. Mit dem gesamten Vieh und dreißig gefangnen Weibern machten sie sich wieder davon. Auch der in der Nähe von Tsu! gcws wohnende Händler Duncan wurde bedroht; er soll Vieh verloren und nur mit Mühe seine Flucht ausgeführt haben.
Hendrik Witboi hatte die Verfolgung der Räuber von Hoorukrnns aus zwar unteruomineu, aber wegen der Schwäche seiner Pferde nicht durchführen können. So mußte er feine Rache uud die Eutschüdiguug seiner englischen Freunde auf später versparen. Sie ließ nicht allzulange auf sich warten. Er erbentete nm 15. November 1891 östlich von Okahandya 2000 Riuder. Darauf sollte« die Ovambcmdheru und die Rote Nativu ihren Denkzettel für den Überfall auf Gibeou haben. Am 29. Dezember 1391 brach Hendrik Witboi von Hoornkrans nach Seeis auf, wo 120 Manu ans Gibeou zu ihm stoßen sollten. Das von Gibeou kommende Kommando hatte den Auftrag, jeden Mann der Roten Nation totzuschießen. Es überfiel nm 28. Dezember 1891 Hoakhanas, wo ein Mann und eine Frau erschossen wurde». Die andern alten Frauen wurden auf Verwendung des Missionars Judt verschont. In Hoakhanas erhielt das Kommando am 30. Dezember 1891 den Befehl, auf Hatsamas weitere Befehle zu erwarten, denn Witboi hatte inzwischen seine Absicht geändert. In Kransneus hatte er einen Brief des ssiiupi-