Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Soweit hatte die Frau in schweigender Würde zugesehen. Nun brach sie los:
Was schleppst du dich denn mit dem grünen Knüppel, was soll denn der Unrat in der Stube drin? Komm mir nur uicht zwischen das Geschirre, du wirft Stücke machen, wenn du dich kein bischen vorsehen kannst.
Fritz Hante sah verdutzt auf den Ast in seiner Hand; kaum daß er sich besinnen konnte, was der Knüppel sollte.
Der Sturm hat ihn abgebrochen — es war doch so 'n schöner Ast, sagte er endlich. Ich denke so in meinem Sinn: dn willst doch nichts umkommen lassen, du willst ihn doch mitnehmen, wer weiß, manchmal kann man ihn brauchen. . .
Die Frau sah ihn mit gutmütigem Spott an: Dann geh mau und schlag ihn klein, du wirst jn woll die Wirtschaft retten, wenn du so fürn Winter sorgen thust mit Holztragen von den Feldern.
Er lachte mit dem schluchzenden Kehllaut: Der wird schon brennen, nnd riechen thut er ausgezeichnet schön. Meine Pfeife, die ich bei Orleanns verloren habe, die war vou Weichselholz. Aber echt!
Er ging hinaus. Aber auf der Bank hinter dem Tisch stießen sich die beiden Mädchen an. Dn, Pauliue, sagte Marie, du wolltest doch 'n Sechser han für den neuen Tafelschwamm. Jetzt kannst du es Vätern sagen, er giebt thu dir gleich. Mutter thut wieder mit ihm reden, nu freut er sich.
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Die Aufhebung des Verbindungsverbots für politische Vereine. Der Reichstag hat am 6. und 7. Dezember den Antrag Wassermann wegen der Aufhebung des Verbindnngsverbots für politische Vereine in drei Lesungen angenommen. Das stand von vornherein fest. Nicht so fest aber stand es, daß die Verbündeten Regierungen den Reichskanzler ermächtigen würdeu, schou zu Beginn der ersten Lesung die Erklärung abzugeben, daß eiu dem Antrage entsprechender Beschluß des Reichstags auf ihre Zustimmung zn rechnen habe. Der Antrag lautete kurz und bündig wie folgt: „Inländische Vereine jeder Art dürfen mit einander in Verbindung treten. Entgegenstehende landesgesetzliche Bestimmungen sind aufgehoben."
Wir wollen hier nicht auf die unerquickliche Vorgeschichte dieses Antrags zurückkommen. Es ist in den Grenzboten wiederholt darüber gesprochen worden. Die gehässigen Augriffe, die Fürst Hoheulvhe persönlich von der Seite erfahren hat, die mit dem Drängen auf Beseitigung des Verbindungsverbots ihre Arbeiterfreundlichkeit und den bekannten Mannesmnt vor Fürstenthronen in ein glänzendes Licht zu setzen suchte, haben deu Fürsten persönlich sicher nicht berührt. Dnzn steht er viel zu hoch. Die „liberalem" Parteimänuer, die dreist nnd feige genng >varen, ihn des Wortbruchs zu beschuldigen, haben der liberalen Sache eineu schlechten Dienst erwiesen; sie hätten sich sagen müssen, daß die gemäßigten und vornehmen politischen Anschauungen, die Fürst Chlodwig Hohenlohe jederzeit bewiesen hat, das Erbe ans einer glorreichen Vergangenheit des jungen Deutscheu Reichs sind, auf dem allein sich der echte und rechte regierungsfähige Liberalisinns,