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Englische Weltpolitik in Südafrika
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Englische Weltpolitik in Südafrika

ord Salisburh sagte neulich in seiner Gildstnbenrede, England suche in Südafrika weder Gold noch Land zu gewinnen, worauf eiu ungläubiges Lächeln dnrch die englische Presse und ganz Europa ging. Und in der That, was will denn England mit - diesem Zuge gegen Transvaal, wenn weder die Goldfelder noch die Herrschaft in dem Vnrenlande es locken? Sv viel ich sehe, hat man sich bisher nm die politischen Ziele Englands weniger gekümmert als um die das öffentliche Gewissen verletzende Thatsache, daß England, zwei Jahre nach dem mißlungnen Versuch, die Buren Herrschaft durch einen privaten Handstreich zu überrumpeln, jetzt den Versuch der Nhodes und Genossen ohne genügenden rechtlichen Hintergrund mit den Mitteln Großbritanniens erneuert hat. Die Entrüstung mancher darüber, daß, noch während im Haag schöne Worte über internationale Schiedsgerichte gewechselt wurden, in London die Borbereituugeu zur Niederwerfung Transvaals ohne fremden Schiedsspruch getroffen wnrden, ist verständlich; die Entrüstung vieler darüber, daß England diese kleine Hirteu- republik zum Kriege getrieben hat, um sie unter seine Macht zu bringen, ist berechtigt. Aber das sind sittliche Rücksichten, die den politischen realen Kern der Sache nicht berühren. Auch unsre Presse beschäftigt sich, so viel ich sehe, fast nur mit der ethischen Seite der Sache und zeigt hiermit, wie wenig sie im Grunde fähig ist, große Fragen der auswärtigen Politik zu beurteilen. Dieser politische Kern der Sache scheint mir von so großer Bedeutung zu sein, daß für den Politiker der Burcnkampf zu einem Gegenstande des höchsten Interesses werden müßte, neben dem die menschliche Teilnahme völlig in den Schatten gestellt würde.

Der englische Minister weist den Verdacht zurück, als wolle sich England der Goldfelder bemächtigen. Das mag in der That nicht in der Absicht der

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