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Zur baltischen Frage und zu ihrer Lösung
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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östlichen Provinzen verwenden, wo sie ein kräftiges Gegengewicht gegen die slawischen Einwandrer abgeben würden. Ferner könnte Deutschland sie in seinen jungen Kolonien verwenden. Wenn die deutsche Ncichsregierung in dieser Weise den Balten entgegenkäme, so würden sich diese sicherlich mehr und mehr zu einer Auswandrung entschließen. Die in Deutschland lebenden Balten sollten sich aber zusammenthun und ihren Landslcuten die Auswandrnng durch Rat und That erleichtern und durch Wort und Schrift das Interesse der deutschen Gesellschaft für ihre baltische» Stammesangehörigcn zu wecken suchen.

Mehr und mehr spitzt sich der Gegensatz zwischen Slawen nnd Germanen zu, und iu Österreich kauu es bald zu offner, blutiger Fehde zwischen den beiden Vollsstümmeu kommen. Ob Deutschland nicht auch Wider seiuen Willen hineingezogen werden könnte? In dem Falle würde mich Rußland nicht zurück- bleiben, und es würde an der ganzen Ostgreuze Deutschlands der Kampf zwischen Slawen uud Germane» entbrennen. Die Vorposten der Germanen in de» sla­wische» Länder» sind nun allerdings zahlreicher, als die der Slawen in deutschen Landen; sie sind aber dafür auch zersplitterter und können leicht erdrückt werden. Es wäre daher vielleicht ratsamer für Deutschland, an seiner Ostgrenze die vor­geschobnen Posten zu konzentrieren und von deu zerstreuten Dentschen an sich zu zieh», was sich noch anziehn läßt. Die Aussicht, ans russischer Seite gegeu Deutschland kämpfen zu müssen, sollte die Balten veranlassen, sich beizeiten auf loyale Weise von ihrem dem Zaren geleisteten Eide zu befreien und sich mit ihrem Stammvolke zu vereinigen.

Die geschlossene Auswandrung ist das einzige Mittel, wodurch sich die Balten ihr Deutschtum erhalten können.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Die Ablehnung des Schutzes der Arbeitswilligen. Der am 20. No­vember im Reichstag erfolgten endgiltigen Ablehnung des Gesetzentwnrfs zum Schutz des gewerblichen Arbeitsverhttltnisses ohne jede kommissarische Beratung ist ein sozial­demokratischer Antrag ans Erweiterung des Koalitionsrechts auf dem Fuße gefolgt. Wer die in unserm Pnrtcilcben eingerissene UnWahrhaftigkeit von sich weist, wird ohne weiteres zugeben, daß das Vorgehn der Sozinldemotraten durch das Verhalten der liberalen Parteien und des Zentrums gegenüber der Arbettswllligeiworlcige geradezu provoziert worden ist. Der sozialdemokrntische Antrag zieht die Kon­sequenzen der Reden der Herren Bassermann, Lieber, Richter und Rllsicke, und wenn es auch deu ausgelernteu Klopsfechtern der Parteien, die diese Herren ver­treten, nicht an Worten fehlen wird, seitenlang in ihrer Presse von dem Unterschied