Der Römerstaat
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Auslandsgeschäft neu zu beleben. Thatsächlich ist man sich iu svzialdemv- kmtischen Kreisen darüber klar genug; die Weisheit, die ihre heutigen Führer den Arbeitern über die Flottenfrage aufbindeu, stellt sich so deutlich als geflissentliche Unwahrheit und Entstellnng dar, daß darüber jedes Wort überflüssig ist. Wenn die Herren Brentano, Svmbart, Schulze-Gävcrnitz usw. ihren Patriotismus und ihre Arbeiterfreundlichleit ebenso wie ihren wissenschaftlichen Blick und ihre Unbefangenheit wirksam bethätigen wollen, die Gelegenheit ist ihnen dazu jetzt wie selten gegeben. Freilich mit der Mehrzahl der sozialdemokratischen Machthaber werden sie es dann verderben müssen.
Wie sich die Zentrnmsmitglieder und ihre Wähler zur neuen Flotteufrage im entscheidenden Augenblick Verhalten werden, wer möchte darüber etwas voraussagen? Da kaun man nur hoffen, daß der treffliche patriotische Fvuds, den die Partei uustreitig birgt, endlich einmal die Partcidisziplin, wenn sie in nnvatriotischer Richtung drängt, überwindet. Sachliche Gründe gegen die Fordernng des Kaisers und der Verbündeten Regierungen fehlen hier absolut. Je mehr die ultramoutcme Presse über die Flottenfrage schreibt, umso mehr wird das klar. Warum sie eigentlich noch schreiben? Sie Habens doch gar nicht nötig, die Herren von der herrschenden Partei!
Wir müssen eben aufhören, die Partei über das Wohl des Ganzen zn stellen. Verstünden wir das nur halb so, wie man es in England und Frankreich versteht, so würde über die neue Flottenfrage überhaupt wenig oder nichts geschrieben und gesprochen werden, denn es ist in der That, wenn mau die Parteibrille abthut, von Anfang bis zu Ende die schlichteste Selbstverständlichkeit: „Dringend not thnt nns eine starke deutsche Flotte!"
MÄl A«?
Der Römerstaat
I. Voin Stadtstaat zum Weltreich
(Fortsetzung)
annibal zwang also die Römer, in überseeische» Gebieten festen Fnß zu fassen, zunächst in Spanien und Afrika. Die Besetzung der Südküste Galliens, die Italien mit Spanien zu Lande verbindet, verstand sich von selbst. Zugleich aber sahen sie sich anch genötigt, im Osten einzugreifen; zumal da Hannibal ein Bündnis Karthagos mit Mazedonien, dann aber, vom Hofe des syrischen Königs aus, eine große Koalition der Mächte des Ostens gegen die Römer zu stände brachte.