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Tod und Auferstehung der Philosophie :
(Schluß)
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Allerlei Erzählungen

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verzichten, weil er erkannt hat, daß unser Bewußtsein nur aus dem unerforsch- lichen Absoluten „in die Welt des Scheins emporgetaucht" ist, um nach kurzem Scheindasein wieder ins Dunkel des Absoluten zu versinken. Verzicht aus Klugheit ist von jeher ohne die moderne Soziologie geübt worden, zum un­eigennützige» Verzicht aber gehören ganz anders kräftige Antriebe, als sie die moderne Soziologie liefert. Diese zum Leitstern der bewußten Entwicklung, das heißt praktisch gesprochen, der Politik machen, das würde heiße», sich der Führung vo» einer Legion Irrlichtern auvertrcmen. Ratzenhofer freilich kommt von seiner biologisch-soziologischen Grundansicht aus zu Folgerungen, die den Beifall aller Geheimräte finden werden, aber andre gelangen von ganz der­selben Gruudansicht aus zu kommunistischen, anarchistischen, demokratischen Folge­rungen und zu den Utopien der Friedensschwärmer. Auf eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Ratzenhofer verzichte ich, weil ich die im 39. Heft des Jahrgangs 1894 der Grenzboten bei Besprechung seines Werks: Wesen und Zweck der Politik, geleistet habe. Dieses Werk habe ich damals nachdrücklich empfohlen, weil es viel politische Weisheit enthält; aber wenn sich Ratzenhofer einbildet, daß diese seine Weisheit ans seinem soziologischen System hervor­quelle, so unterliegt er einer Illusion. Dieses System ist trotz der vielen geistreichen, wahren und nützlichen Einzelheiten, die das Buch enthält, nur ein Hirngespinst und nicht die wiedergcborne Philosophie. Die Philosophie ist meiner Überzengnng nach in Lotze zu neuem Leben erwacht, und hätte sich Schoeler nicht durch Vorurteile auf Irrwege führe» lassen, so würde er znr Fort­bildung dieser neue» Philosophie eine» wesentlichen Beitrag geliefert haben.

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Allerlei Erzählungen

nsre heutige Auswahl besserer Unterhaltnngsbüchcr beginnt mit der landschaftlichen Erzählung. Neun „Thüringer Geschichten" von August Trinius (Berlin. Fischer und Franke) in der be­kannten gefälligen Art des Verfassers, in einem sehr hübsch ge- bundnen Büchlein mit modernem Buchschmuck vereinigt, werden allen Kindern des schönen Lands willkommen sein. — „Lautes und Leises, ein Geschichtenbuch" vou Max Dreyer (Leipzig, G. H. Meyer) enthält vier mecklenburgische Erzählungen (Rostock). Sehr lebendig, gute Charakteristik, das Dialektische keck, aber taktvoll. Am besten gelungen ist die Stndentcngeschichte „Mutter Thode," lustig mit ernstem Abschluß; sie verdiente einen Platz in