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Nikolaus Lenau und Gustav Schwab : mit ungedruckten Briefen und zum Teil nach neuen Quellen
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Die großen Berliner Uunstausstellungen

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Das sollte Lenan auch fühlen, als seine schwäbischen Getreuen ihn blutenden Herzens in jenen stürmischen Oktobertagen desvierschrötigen" Jahres 1844 von sich weg nach der Irrenanstalt Wiunenthcil brachten.

(Schluß folgt)

Die großen Berliner Kunstausstellungen

von Adolf Rosenberg 2

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ei dem Maugel an Bildern großen Stils oder großen UmfangS, die den Besuchern erwünschten Anlaß zu längerm Verweilen und nachdenklicher Betrachtung gegeben hätten, war es ein kluger Schachzug der Leitung der großen Kunstausstellung, daß sie wieder zu dem schon mehrfach bewährten Mittel griff, Sammel­ausstellungen von Werken einzelner Künstler zu veranstalten. Was bei der Ausartung unsers moderneu Ausstellnngswesens, soweit es durch deu Kunsthandel mit seiner durchaus unkünstlerischen Spekulation vertreten wird, schnell zu einem gewöhnlichen und billigen Reklamemittel herabgesuuken ist, kaun unter Umständen, bei richtiger Abwägung der künstlerischen Werte, zu einem wichtigen Bilduugsmittel werden. Es ist nicht selten vorgekommen, daß Künstler, die in Not und Elend oder in unrühmlicher Verborgenheit gelebt haben, erst nach ihrem Tode durch eine von pietätvollen Händen veranstaltete Sammelausstellung ihrer Werke die Stellung in der Kunstgeschichte erlangt haben, die ihnen nach ihrem Verdienste gebührt, und diese nachträglichen ..Rettungen" toter Künstler haben die Lebenden ans den Gedanken gebracht, beizeiten dafür zu sorgen, daß ihr Ruhm nicht verkümmert werde oder dem Zufall einer Wiedererweckung nach ihrem Tode überlassen bleibe.

Auch ans diesen Sammelausstellungen von Werken lebender Künstler ist vielfacher Nutzen erwachsen: nicht bloß für die Leute, die sich ein gründliches Studium der zeitgenössischen Knnst zur Aufgabe gemacht haben, sondern auch für das große Publikum, dem ein leichter, müheloser Genuß von guten Knust- Werken die Hauptsache ist. Wenn diese Ausstellunge» schnell zu Mißbräuchen geführt haben, so ist, das einerseits durch die Gewinnsucht der Kunsthändler, andrerseits durch die Übertreibungen einiger Fanatiker verursacht worden. Die Ausstellungen der Kunsthändler bringen der Allgemeinheit keinen Schaden. Sie richten nur Verwirrung in jungen Köpfen an, und es geschieht nicht selten, daß ein mäßiges Talent durch die Lockungen der Kunsthändler zn maßloser Überhebung gedrängt wird, und wenn es nicht mehr leisten kann, was es versprochen zu haben schien, allmählich zu Grunde geht. Nachteiliger auf das allgemeine Urteil wirken dagegen die Sammelansstellungen, die von fanatischen Verehrern eines Künstlers zu seiner Verherrlichung veranstaltet