Beitrag 
Litteratur
Seite
333
Einzelbild herunterladen
 

Litteratur

Nauticus. Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen. Berlin, Ernst Siegfried Mittler und

' Sohn, 1899

Die günstige Aufnahme, die seine frühern Schriften „Altes und Neues zur Uottensrage" und „Neue Beiträge zur Flottenfrage" gefunden haben, hat den Ver­fasser, wie er in der Vorrede sagt, zur Heransgabe des vorliegenden „Jahrbnchs" veranlaßt. Man kann der, wie es scheint, damit in die Reihe der periodischen Veröffentlichungen tretenden Arbeit des „Nauticus" nur deu besten Erfolg wünschen. Das Bedürfnis nach einem solchen, die gebildeten Deutschen über den Stand und die Entwicklung unsrer Seeinteressen unterrichtenden uud sie zu größerm Verständnis dafür und immer regerer Teilnahme daran erziehenden Jahrbuch ist unstreitig vor­handen, und daß der Verfasser das Geschick, die Kenntnisse nnd die wünschens­werten Verbindungen znr Lösung seiner Aufgabe hat, ist aus dem bisher Gebotneu ersichtlich.

Der Inhalt zerfällt in fünfnndfünfzig selbständige Aufsätze über die allerver- schiedensten Fragen, die in alphabetischer Ordnung aufeinander folgen. Über Ver­hältnisse in der deutschen Kriegsmarine geben eingehender» Aufschluß hauptsächlich die folgenden Artikel: Aufgaben der deutschen Flotte im Kriege; Arbeiterschntz in der Reichsmarinevcrwnltnug! Bemannnngsfrage; Flottcnformation und Flottenver­wendung; Schiffsliste der deutschen Marine; die Schlachtflotte und ihre Znsammen­setzung; Schulschiffe; Nebenanfgaben der Marine 1893/99; die wissenschaftliche Thätigkeit der deutscheu Marine; Ausland; heimische Gewässer. Auch die Aufsätze: Flvtteugesetz 1398 uud: Der Kaiser Wilhelm-Kanal und die Flotte sind hier zu uennen. Berichte über fremde Kriegsflotten enthalten fünf Aufsätze: die amerika- uische, die englische, die französische, die japanische und die russische Marine. All­gemeinere Fragen des Seekriegsweseus behandeln die Aufsätze: Übersicht der Aus­gaben fiir die Kriegsflotten in den wichtigsten Großstaaten; Erfahrungen aus dem spanisch-amerikanischen Kriege; Stärkeverhältnis der wichtigsten Kriegsmarinen; Torpedos und Torpedoboote. Daneben wird auch die Handelsschiffahrt eingehend berücksichtigt, fo in den Abhandlungen über die Korrektur der Unterweser und ihre Bedeutung für Bremen; der Freibezirk Danzig; der Hafen von Emden nnd seine Wasserverbindungen; Hamburg als Handelsstadt 1899; die Haupthäfen Deutsch­lands und ihr Hinterland; Königsberg und der Haffkanal; die Küstenschiffahrt deutscher Schiffe an fremden Küsten; der Elbe-Travekanal und Lübecks neue Ver­kehrsanlagen; der Seeschiffahrtsverkehr in deutschen Hafen; der Freihafen Stettin; Reederei; Schiffbau; Seehandel Deutschlands; Seeschiffahrtskanäle; Scehandel Deutschlands; Seeinteresseu; Seeschiffahrtsverkehr in deutschen Häfen; Welthandels- flvtte; Weltschiffahrtsverkehr in Europa; Weltverkehrswcge zur" See in Krieg uud Frieden. Daran schließen sich dann noch Berichte über: Auswanderung; Fischerei; die Kabel des Weltverkehrs; Kessel; die deutsche Südpolexpedition; die deutsche Tiefseeexpedition 1898/99; Kolonien; Flottenvereine; überseeische Kapitalanlagen und die deutsche Volkswirtschaft; Deutschlands Abhängigkeit vom Weltmarkt; die Arbeiterinteressen und die Marine; Seemacht in der Geschichte; Welthandel nnd das Finale: Unsre Zukunft liegt auf dem Wasser.

Wir wollen gegen die alphabetische Anordnung, die die vorstehend bezeichneten Gegenstände buut durcheinander wirft, vorläufig nichts sagen. Sie mag beim An­fang schwer durch eine systematische zu ersetzen gewesen sein. Vielleicht wird der