Der Aschenkrug und die treulose Witwe
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seit 1882 um 4,5 Prozent vermindert haben. In Wahrheit wird aber die Einbuße an Hilfskräften für die Landwirtschaft noch größer sein. Denn es fanden sich bei der Zählung niedere Hilfspersonen:
1895 1882 Männliche .... 323g »46 362995!) Weibliche .... 2380148 2251860
Eine Zunahme sehen wir bei denen weiblichen Geschlechts, doch bloß von 5,7 Prozent, und auch diese wird wohl unr zum Teil den Thatsachen entsprechen und besonders der genauern Erfassung bei der jüngsten Zählung zuzuschreiben sein. Die männlichen Arbeiter dagegen haben sich schon um 10,3 Prozent vermindert, und gerade diese Verminderung der für die schweren Arbeiten wichtigen Kräfte dürfte von der Landwirtschaft als besonders nachteilig empfunden fein. —
Sind hier auch nur in wenigen Strichen die hervorragendsten Erscheinungen der Zusammensetzung der Bevölkerung nach ihren Berufen geschildert und zu erklären versucht worden, so geben sie doch schon eine allgemeine Vorstellung von dem, was in dieser Beziehung das große Werk der deutschen Berufs- und Gewerbezählung zur Erkenntnis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zustände Deutschlands gewährt hat und noch gewähren wird.
Der Aschenkrug und die treulose Witwe
ie Frage! Sollen wir uns begraben oder verbrennen lassen? hat, wie man sich erinnern wird, bei ihrem Austauchen in Frankreich einen Gelehrten, den Professor Desens in Toulouse, auf den Einfall gebracht, aus dem Verbrennen werter Verwandten einen neuen Kultus hervorgehn zu lassen. Die französischen Zeitungen berichteten damals darüber ungefähr folgendes. Professor Deseus läßt jede beliebige, ihm anvertraute Ahnenasche in solcher Weise zusammenstampfen, daß sie von dem feinsten Pulver kaum zu unterscheiden ist. Dann versetzt er sie mit Wasserglas, bringt sie unter eine starke hydraulische Presse, und nachdem sie so die Härte eines Grauitstucks erreicht hat, läßt er sie zu einer Brosche verarbeiten; und in dieser Form kann dann der Enkel seine Großmutter mit sich herumtragen. Will man etwa in der Weise, wie geschnittne Steine behandelt werden, das Profil der Großmutter oder ihr Wappen oder ihren Namenszug in die Fläche der Brosche hineingebracht haben, so ist der Professor auch solchem billigen Verlangen schon auf halbem Wege entgegengekommen. Durch Matrizen weiß er diese Veredlungen des gewonnenen Aschensteins, noch ehe er völlig Stein geworden ist, auf die zierlichste Weise herzustellen. Es ist in der That die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die ans dem hohen Altertum auf uns ge- kommnen geschnittnen Steine zum Teil einen Ursprung verwandter Art haben. Man weiß, daß in der sogenannten grauen Vorzeit ganze Nationen der Leichen-