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Hein Wieck : eine Stall- und Scheunengeschichte : (Fortsetzung). 11
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

Herr Wieck kaut, Herr Wieck ists zufrieden.

Und Heins Jugend kvmmt, auf den Strahlen des Vollmonds, der inzwischen heraufgekommen ist und den jungen Wind gebändigt hat. Leicht geschürzt schreitet sie durch das Giebelfenster auf den Dachboden und tapp tapp die Leiter herab. Sie hat glänzende Angen und braune Haare.

Wer bist du?

Ich bin deine Jugend!

Was für ein Ding hast dn in der Hand? Es leuchtet wie die Hoffnung im Elend.

Hein Wieck ist ein Somnambuler und spricht daher gewählt, wie ein solcher. Es ist eiu Symbol der Erinnerung und ein Spiegel des Kommenden. Darf ich schaueu?

Was für eiue Frage, Hein Wieck? Ich kam, nm dirs zu zeigen. So träumte Hein Wieck.

Wunderlich, dachte er am frühen Morgeu, als er sein letztes Hemd in der Schlacht von Kolding einschnürte. Ich sah mich in der Wiege. Die Sonne schien durch den kahlen Schlehdorn, ich griff nach den Strahlengarben nnd nach den tanzenden Lichtstäubchen. Der Vater schwenkte mich hoch, und die Mutter ließ mich auf ihrem breiten Schoß springen. Während sie mir das Hemdchen überzog, griff ich nach ihren langen, schwarzen Flechten.

Was der Spiegel des Kommenden ihm gezeigt hatte, das verriet Hein nicht einmal den vier Wänden seiner Kammer.

Aber er mußte lachen, wenn er daran dachte immer lacheu.

(Fortsetzung folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Hans Delbrück gegeu Moritz Busch. Die Preußischen Jahrbücher gelten trotz mancher Paradoxien ihres jetzigen Herausgebers, der die Ehre hat, Treitschkes Nachfolger zu sein, für eiu vornehmes Blatt. Dieser alte gute Ruf mnß erschüttert werden durch Artikel wie den, den das Juniheft über die jüngsteBismarck-Historio- grnphie" und besonders über die Tagebuchblätter von M. Busch gebracht hat. Zwar der energischen Abwehr der sogenannten Bismarckpresse und derBismarck- pfaffen" wird jeder Unbefangne zustimmen.Eine Art von Bismarckicmeru, heißt es da, ist aufgekommen und führt das laute Wort, svdnß alle feinern und edlern Geister sich abgestoßen fühlen. Man spricht von einer »Bismarckpresse«, aber niemand möchte gern mit ihr zu thun haben. Der »Bismarckknltus« ist nicht im Steigen, sondern im Rückgange, die Kreise selber, die als seine Träger gelten wollen, diskreditieren ihn. . . . Was ist hellte aus der hehren nationalen Idee in der »Bismarckpresse«, den »Hamburger Nachrichten«, »Berliner« nnd »Leipziger Neuesten Nachrichten« geworden? Angewidert wendet man sich ab und fragt: Hat dieses Geschlecht wirklich ein Recht, sich ans den großen Namen Bismarck zn be­rufen?" Dieses Urteil ist scharf, auch im Ausdruck, aber reichlich verdient. Auch