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Heinrich Abeken :
(Schluß)
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Über griechische und römische Verfluchungstafeln

Einen seinerbewährtesten Ratgeber" nannte der Kaiser Abeken in dem herzlichen Telegramm, worin er noch an demselben Tage von Gastein aus der Witwe seinentiefen Schmerz" über die Trauerbotschaft ausdrückte, und Fürst Bismarck gab am 23. Januar 1873 im Abgeordnetenhause als einen der Gründe, die ihn bestimmten, die preußische Ministerpräsidentschaft niederzulegen, den nicht ersetzten Verlust Abekens an. Beide haben ihm damit ein schönes Denkmal gesetzt. Aber das schönste ist doch diese Biographie aus der Feder seiner Frau, gerade weil sie keine Biographie im vollsten Sinne des Begriffs ist, sondern ihn meist selbst zu Worte kommen läßt. So tritt uns der viel­seitige, fein und tief gebildete, innerlich vornehme, aufrichtig religiöse Mensch, der bewegliche, jedem Eindruck empfängliche Geist, der lautere, milde, liebens­würdige Charakter, der gewissenhafte, unermüdlich thätige Beamte, der seinem Königshaus treu und freudig ergebne Diener in klaren Zügen entgegen und damit zugleich ein wichtiges Kapitel unsrer Kulturgeschichte. Aber er hat es auch verstanden, die wertvollsten Augenblicksbilder mit scharfem Blick und sicherer Feder festzuhalten und eine Reihe fein abgetönter Porträts zu geben, vor allem von Friedrich Wilhelm IV., Wilhelm I. und Bismarck. Wenn von dem großen Kanzler in diesen Kriegsmonaten Busch das weitaus umfassendere, lebendigere und farbenreichere Bild gezeichnet hat, so ist die wunderbare Persönlichkeit König Wilhelms in ihrer schlichten Menschlichkeit niemals so schön und er­greifend, so ohne jedes Pathos und ohne jede Schmeichelei, nur aus dem Herzen eines treuen Mannes heraus geschildert worden wie von Abeken. Beide haben hier, jeder in seiner Weise, mit den Augen der Liebe gesehen, undder Mensch versteht nur, was er liebt." So nimmt das liebenswürdige Buch, obwohl es keinem der großen, bahnbrechenden Männer gewidmet ist, doch in der reichen Memoirenlitteratur unsrer Zeit eine der ersten Stellen ein.

Über griechische und römische Verfluchungstafeln

von Blüinner in Zürich (Schluß)

iel geringer an Zahl als die griechischen sind die bisher bekannt gewordnen lateinischen Verfluchungstafeln. Sie stammen aus verfchiednen Zeiten, doch rühren die ältesten der erhaltnen wohl erst aus dem Ende der Republik oder aus dem augusteischen Zeitalter her; von da ab reichen sie bis weit in die christliche Zeit hinein. Ihre Fundorte sind außer Rom, dem man die meisten verdankt,