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Aus dem Oberelsaß
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Aus dem Gberelsaß

von Uurd von Strantz

er Ostabhang des seit der Nömerzeit deutschen Wasgenwalds ist ein uraltes deutsches Kulturland, das auch thatsächlich zum größten Teile bis zum Reichsdeputationshauptschluß von 1803 in deutscher Verwaltung, wenn auch unter französischer Oberlehns- hoheit gestanden hat. Die süddeutschen Reichsstände hatten zahl­reiche Herrschaften im Oberelsaß, und deutsche Amtmänner regierten die Be­sitzungen. Das württembergische Herzogshans war im Sundgau ansässig, und erst Mömpelgard bezeichnete die Grenze seines Besitzes im Süden. Württem­berg hätte allen Grund gehabt, diese alemannischen Lande zurückzufordern. Aber die böse Rheinbundszeit scheint dort solche rühmlichen geschichtlichen Er­innerungen ausgetilgt zu haben. Freilich wäre es dann besser gewesen, Mömpel­gard als württembergisches Außenland dein Reiche einzuverleiben, als den fran­zösisch geblicbnen Teil des Suudgaues zum Horte des mißvergnügten, vater­landslosen Elsässertnms zu macheu, das immer eine Bedrohung der Reichslande sein wird. Ostheim war alter württembergischer und Nappoltsweiler pfälzischer Fürstensitz. Hier wurde Ludwig I. von Bayern als Erbprinz von Zweibrücken geboren. Mülhausen war die einzige freie Reichsstadt, die sich bis 1798 der französischen Umgarnnng erwehrt hat, freilich nicht durch Neichshilfe, sondern dank des Anschlusses an die Eidgenossenschaft, wie ja auch Basel. Nur die Habsburgische Landgrafschaft im Elsaß ist schon durch den Westfälischen Frieden 1648 französisch geworden. Das morsche Reich konnte die elsässische Tochter nicht wiedergewinnen. Die elende deutsche Kleinstaaterei unterlag dem Willen des einheitlichen und ungeteilten Frankreich. Noch heute gilt diese Lehre der Geschichte, da wir die französische Volkseinheit noch nicht erreicht haben. Anch der schmale Brocken aus dem französischen Raub am Körper des alten Reichs, das gegenwärtige Elsaß-Lothringen, ist zu einem deutschen Mittelstaat mit Ab­sonderungsgelüsten geworden. Weite Landstriche dieses alten Reichsbodens sind noch französisch geblieben. Jetzt sind achtuudzwcmzig Jahre verflossen, seit der deutsche Aar das entfremdete Land wieder unter seine schützenden Fittiche ge­nommen hat. Das Ende dieses Menschenalters, das ein neues Geschlecht hat heranwachsen sehen, dürfte zu einem Rückblick mahnen, ob die deutsche Herr-