Fürst Bismarck tot!
iese Blätter haben für ihn gerümpft, als sich jede Hand wider ihn erhob, und die, die an den Grenzboten arbeiteten, haben sich seine Leute genannt, als es für einen Schimpf galt, bismarckisch zu sein. Als dann die Zeit kam, wo ihm das Steuer entglitt, das er so lange mit machtvoller Hand zum Segen des Reichs geführt hatte, und das Alter diese Haud lahmte; als Neues aus dem hervorwuchs, was er geschaffeu hatte, und sich die um ihn drängten und seine Leute nannten, die sich gegen das Neue stemmten, wie sie sich vorher gegen ihn gestemmt hatten, und seinen Namen als Schild für ihre selbstischen Zwecke mißbrauchten, da haben die Grenzboten beiseite gestanden, aber sie wußten, daß sie bismarckisch waren, wenn sie sagten, was ihr Gewissen sie sagen hieß. Und wenn sie dem Neuen, das sich kühn und seines Berufs gewiß an die Stelle des Alten setzte, vertrauend entgegenkamen, so wußten sie, daß sie bismarckisch handelten, denn der Fürst hatte selbst prophetisch auf den gewiesen, der sein eigner Kanzler sein würde.
Es giebt keinen Süllstand im Leben; die in ihm stehen, müssen vorwärts und müssen das erkennen und verfolgen, was ihre Zeit verlangt, nach ihrem Gewissen. So hat es Bismarck gethan.
Wir aber, die wir noch im Lichte wandeln nnd uns des Glanzes freuen, der unser geeintes Vaterland umstrahlt, wir werden es ihm nicht vergessen, daß er es war, der es aus dem Schatten einer hoffnungslosen Zeit zu diesem Glänze geführt hat, in dem er selbst als die lichteste Gestalt deutscher Geschichte stehen wird für alle Zeit.
Furchtlos in die Kämpfe hinein, die uns bevorstehen mögen, rücksichtslos für das, was wir als unsre Pflicht erkannt haben, treu unserm Kaiser, unsern: Volk und unsern, Lande, dann sind wir auch ihm treu.