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Sozialauslese
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Wie soll der Kampf um die Gstmark geführt werde»?

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Befähigung für solche Stellungen durch Vererbung angesammelt werden könne aus dem, was jede einzelne Generation mit Hilfe städtischer Bildungsmittel und begünstigt von einer bessern Lage erwirbt, das glaubt er ja eben nicht. Es müssen also doch da unten trotz allen Abflusses immer noch Anlagen zurück­bleiben, die später in die Stadt wandern werden, um die neu entstandnen Lücken auszufüllen. Und es ist nicht abzusehen, warum unter den Fabrik­arbeitern solche Anlagen seltner sein sollten als unter den Bauern, da sie doch Sprößlinge der Bauern des vorigen Jahrhunderts sind, und zwar nach Ammon die begabtem Sprößlinge, denn gerade diese läßt er ja in die Stadt ziehn.

Ich bin weit entfernt davon, unsrer Gesellschaftsordnung einen Vorwurf daraus zu machen, daß oben nicht immer die rechten Männer auf dem rechten Platze stehen, uud daß unten nicht wenige Talente unentfaltet bleiben. Was das erste anlangt, so giebt es eben in dieser Beziehung nichts vollkommnes, und was das zweite betrifft, so unterliegt die Gesellschaft demselben Gesetze wie die Natur, daß unzählige Samen zu Grunde gehen müssen, damit einige auf­gehen können. Übrigens ist das nicht einmal durchweg für die unentfalteten Talente selbst ciu Unglück, da ihnen das, was sie unter andern Umstünden leisten könnten, meistens gar nicht zum Bewußtsein kommt, und da der Mensch in niedriger Stellung leichter glücklich wird als in hoher. Aber Ammon hat sich durch unverständige Angriffe auf die höhern Stände zu einer noch unver­ständigern Abwehr verleiten lassen, die nicht unkritisirt bleiben darf, weil sie ein falsches Bild von gesellschaftlichen Vorgängen entwirft, das dazu gemiß­braucht werden kann, eine verkehrte Politik zu empfehlen.

(Fortsetzung folgt)

Wie soll der Kampf um die Ostmark geführt werden?

Lin Nachwort zu denRealpolitischeu Betrachtungen" des Herrn L> L. in den vorjährigen

Sextemberheften der Grenzboten

(Schlusz)

as zunächst den Rückgang in der Zahl der deutschen Bevölkerung Posens betrifft, so beruht er auf zwei Umstünden, auf der ver­hältnismüßig geringern Zahl der Geburten, und auf dem Übel­stand, daß neben der Auswanderung keine entsprechende Ein­wanderung hergeht. Die geringere Zahl der Geburten erklärt sich schon genügend daraus, daß bei den Deutschen ein unverhältnismäßig großer Bruchteil den sogenannten

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