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Die Offizierspostämter in Preußen
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Der Auszug der deutschen Professoren

Beamten besser entsprechen, sie würde auch dem Interesse der Militärverwaltung und den Offizieren selbst gute Dienste leisten. Denn bei der Verwendung der Offiziere inNachgeordneten" Stellungen würde eine größere Zahl von Offi­zieren im Postdienste versorgt werden können als jetzt. Dann würde aber die abgeänderte Ausbildung im Postdienste auch dem Offizier persönlich nur er­wünscht sein können. Jetzt vergehen vom Ablauf des Ausbildungsjahrs bis zur Einberufung zur Probedienstleistung als Amtsvorsteher häusig mehrere Jahre. Während dieser ganzen Zeit, in der der Offizier von seiner schmalen Pension und seinem Vermögen leben muß, würde er künftig in Amt und Brot stehen. Er würde aber auch bei der vorgeschlagnen Ausbildung mit viel größerer technischer Sicherheit sein neues Amt übernehmen als jetzt, wo so mancher Postdirektor dauernd auf die Dienstkenntnisse seines Personals an­gewiesen bleibt.

Die jetzige Art der Versorgung invalider Offiziere als Postdirektoren ist ein Anachronismus. Wenn irgendwo bei unsrer PostVerwaltung eine Reform notwendig erscheint, so ist es bei dieser Einrichtung der Fall. Aus einer Zeit herrührend, wo sich der Postdienst noch in den einfachsten Formen bewegte, hat sie bis heute keine wesentlichen Änderungen erfahren, trotz aller Umwäl­zungen, die sich inzwischen in unserm Verkehrsleben vollzogen haben. Das Neichspostamt steht jetzt im Zeichen der Reform. Besonders in den Personal­verhältnissen sollen, wie man hört, durchgreifende Änderungen bevorstehen. Vielleicht rührt Herr von Podbielski anch an diese durch das Alter bisher scheinbar geheiligte Einrichtung und paßt sie den veränderten Verhältnissen an.

Der Auszug der deutschen Professoren

aus Freiburg in der Schweiz

s ist an sich ein schönes Ding, daß in dem zivilisirten Europa und darüber hinaus heutzutage jedes halbwegs selbständige poli­tische Gemeinwesen, und sei es auch noch so klein, seine eigne Universität" haben möchte. Aber nicht überall scheinen sich die gründungslustigen Staatslenker klar zu machen, welche Ver­pflichtungen die Negierung mit der Errichtung einer solchen Lehranstalt über­nimmt, und jedenfalls haben die Beherrscher des Kantons Freiburg, als sie vor neun Jahren die Hochschulen der mit Universitäten schon überreich ge­segneten Schweiz um eine vermehren zu müssen glaubten, nicht genügend