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Karl Pfannschmidt
Seite
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Zur Weihnachtszeit

Wie wenig jene ganze Episode für die Knnstgeschichte zu bedeuten hatte. Am besten wird man darum wvhl bei Pfannschmidt von einerangewandten" Kunst reden, aber sich dabei gegenwärtig halten müssen, daß sie ihrer ganzen Erscheinung nach eiue auf die glücklichste Weise angewandte Kunst ist.

Wir wollten bei der Besprechung des schönen Buches auf deu Keru der Sache eingehen; wir glauben ihm dadurch würdigere Leser zuzuführen, als wenn wir die Hauptfrage umgangen oder in einem allgemeinen Lobe erstickt Hütten. Wir müssen uns versagen, einzelnes ans dem Jugendleben, über deu Charakter des Mauues, über das wundervolle Familienleben in jener vierzig Jahre laug bewohnten dritten Etage mitzuteilen. Dnrch diesen Inhalt ist das Buch ein wahres Familienbuch, und von dieser Seite her wird den Mann ohne Frage auch mancher lieb gewinnen, der bisher an seinen Werken achtlos vorübergegangen ist. Anch die Reiseberichte ent­halten einzelnes, was noch heute interessant ist. Wir selbst haben daraus z. B. gelernt, daß es Pfannschinidt war, der als Fünfnndzwanzigjähriger auf seiner ersten italienische» Slndienreise zusammen mit Bolte die Fresken Fiesoles nud Luea Signorellis im Dom zu Orvieto zuerst durch Abreiben mit Brot und dnrch Ab­wäschen mit Wasser von vielhuudertjährigem Staub und Nuß gereinigt hat.

Zur Weihnachtszeit

Erzählung von Sophus Bauditz. Übersetzt von Mathilde Mann

(Schluß)

ei Tcigesaubruch wurden wir geweckt. Der Baron war langst ge­stiefelt und gespornt, wir andern versammelten uns allmählich.

Wie schön wnr es draußen! In der Nacht war ein klein wenig Schnee gefallen, aber nur so viel, daß er als Reis auf deu blau­grünen Wachholderstränchen lag und die Nadeln der Tannen über- pnderte. Klarer, blauer Himmel, stiller Frost, und nur drei Farben in der ganzen Landschaft! Weiß, Grüu und Rot alle Holzhäuser dunkelrot.

Die Treiber waren schlachtbereit aufgestellt, wurden von Hvlgersen gemnstert und durch einen Morgcnschnaps aufgemuntert; wir nahmen Abschied von den Damen Rask sah Anna lange nach und gingen dann an den See hinab, wo wir die beiden Aufseher, den schwedischen und deu dänischen, treffen sollten.

Eine große Bucht des Sees schneidet hier ein; da liegt eine Insel neben der andern für jeden Tag des Jahres eine, wie es heißt, und eine Landzunge neben der andern. Alles waldbedeckt nud wild wie die Verzweigungen des Jse- fjords. In weiter Ferne krächzt ein Rabe, ein Hase flüchtet über das Eis nach dem nächsten Werder wv aber bleiben die beiden Waldhüter? Endlich erblickt man einen dunkeln Fleck jenseits des Sees, und als er näher herankommt, kann einer der Treiber erkennen, daß es Calle ist. Nach einer Weile bemerkt man, daß er einen Handschlitten zieht, dann kann man sehen, daß in diesem Schlitten jemand fitzt, und noch einen Augenblick später sind alle Sachverständigen darüber einig,

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