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Nochmals der deutsch-russische Vertrag von 1887
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

haftig nicht im deutschen Interesse lag, allerdings ein Ergebnis gehabt, das zum Vorteile Deutschlands ausgeschlagen ist. Frankreich hat sich an Rußland ge­bunden, und Nußland will heute keinen Krieg in Europa, sondern etwas ganz andres: die Ausbreitung und Befestigung seiner Macht in Asien. Damit aber schwindet für Deutschland die Kriegsgefahr im Westen. Ja noch mehr. Seitdem es der deutschen Politik gelungen ist, das gute Verhältnis zu Nußland wieder herzustellen, zeigt sich die Möglichkeit, durch Nußlands Vermittlung zu einem Einvernehmen mit Frankreich und somit znm Zusammenschlnß der festländischen Großmächte zu gelangen. Das ist offenbar das Ziel, das Kaiser Wilhelm II. seit Jahren mit zäher Gednld verfolgt. Wir haben seitdem das Gefühl, daß die Leitung der auswärtigen Politik des Reichs in festen Händen ruht und unsre Interessen mit ruhigem Nachdruck zur Geltung bringt, soweit es die Mittel gestatten, die uns zur Verfügung stehen. Daß diese Mittel für die Wahrung unsrer Weltinteressen noch bei weitein nicht dem entsprechen, was Deutschland leisten müßte und könnte, das allein hemmt unsre Negierung; es ist also die allernächste und dringendste Pflicht, ihr das zur Verfügung zu stellen, was sie zur Lösung ihrer unabweislichen Aufgaben bedarf: eine Kriegs­flotte, die uns in den großen Zukunftsentscheidungen bündnisfähig macht.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Die Genossen in Hamburg. Durch ihre thörichten revolutionären Phrasen, durch die selbstbewußte Proklamation des „Weltfeiertages der Arbeit," durch die lächerliche Anmaßung, mit der sie die bürgerlichen Arbeiterfreunde von oben herab als Vertreter eines überwnndnen und wissenschaftlich nicht mehr zulässigen Stand­punktes behandeln, durch den Grimm, mit dem sie sich im Sommer 1895 gegen die große Nationalfeier gestemmt haben, haben die Sozialistenführer sich und den sozialdemokratischen Arbeitern eine Reihe derber Züchtigungen zugezogen, die ihre Wirknng nicht verfehlen, wie man aus den Hamburger Verhandlungen ersieht. Der Genosse Stolteu konnte die Aufhebung des unausführbaren Beschlusses wegen der Arbeitsruhe am 1. Mai beantragen, ohne hinansgcworfcn zu werden. Schippel konnte in den Verdacht kommen, Kanonen bewilligt zu haben, und dnrfte eine etwaige Bewilligung, deren er sich allerdings nicht schuldig gemacht haben will, sogar rechtfertigen, und die Berliner Genossen, jn die meisten Mitglieder der Reichstagsfraltion konnten auf seine Seite treten, ohne daß sie exkommuuizirt worden wären. Liebknecht erllcirte sich sehr entschieden gegen die revolutionären Phrasen; Bebel gestand offen, daß er kein zweites Sozialistengesetz erleben möchte,