Aus unsrer Vstmar?
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natürlich den Gedanken, daß die sittlich-religiöse Besserung allen andern sozialen Heilmitteln voranzustellen sei, mit überlegnem Lächeln zurück, ganz wie die Vertreter der Sozialdemokratie, deuen Wagner das vorwirft. Es ist längst abgethaner Individualismus in den Augen des hoffnungsvollen Nachwuchses unser kathedersozialistischen Sterne.
Und da kann heute ein evangelisch-sozialer Christ, ein evangelisch-sozialer Kongreß noch einem andern Streben Nanm geben, als dem, der „Liebespflichtgesinnung," der freilich durch und durch individualistischen evangelisch- sozialen Pflicht der Einzelnen wieder zu ihrem Rechte zu verhelfen? Es können ja gewiß wieder einmal Zeiten kommen, wo die evangelischen Christen mit ihrer Kirche vorn zu stehen haben im Kampfe gegen unleidliche Unsittlichsten in der Staats- und Rechtsordnung, so sehr auch das Evangelium für solche Fälle immer die äußerste Vorsicht und Zurückhaltung gebietet; aber heute kann doch von einem solchen Notstande in Staat und Recht nicht die Rede sein, heute, mitten in einer Zeit sich überhastender Svzialreformen wie nie zuvor. Evangelisch-soziale Arbeit hat heute weniger denn jemals Grund und Recht, sozialpolitisch zu sein. Sie hat dringendere, höhere, heiligere Aufgaben zu erfüllen, gegen die das politische Tagen und Beraten als leere, unfruchtbare Spielerei und Zeitvergeudung erscheint. Die Aufgabe unsrer evangelischen Kirche, „wahre evangelische Liebesgesinnuug zu pflegen und auszubreiten/' das ist es, was dem Evangelisch-sozialen Kongreß heute die Daseinsberechtigung geben könnte. Will und kann er dazu nicht helfen, dann wird er, wie die Sachen heute liegen, nur schadeu, nichts nützen, dann wird „evangelisch-sozial" in Wahrheit zum „Uusinn."
Aus unsrer Ostmark
(Schluß) 4
ie „Gefahr im Osten" ist von der Staatsregierung in ihrem ganzen Umfang erkannt worden; die Erfahrung hat ihr gezeigt, daß auf die Polen und die polnischen Abgeordneten kein Verlaß ist, daß sie sich vor allem nicht in die Phalanx zum Kampf gegen den Umsturz eingliedern lassen wollen, und daß es eher möglich wäre, einen Homunkulus in der Netorte zu erzeugen als das Problem des ..Polnischsprechenden Preußen" zu lösen, der in seiner Sprache Gott und den