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Die Memoiren von Paul Barras
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lNidaskinder

reinlichkeit im Zimmer," sagte ich. Ich stieg in das Zimmer der Madame; es war etwas weniger schlecht gehalten, sie hatte sich früh angekleidet, weil sie von dem Gerücht gehört hatte. In gewiß, sie erinnerte sich wohl noch der Nacht, wo wir die Mutter holten; sie will wenigstens ordentlich aussehen. Barras trifft Anordnung, daß die Gefangnen täglich im Gerichtshof spazieren gehen können. Auf meinen Bericht an den Ausschuß erreichte ich, daß Ärzte den kranken Gefangnen untersuchten. Sie erklärten, die Krankheit sei ernster Natur. Ich wollte, daß dem Sohne Ludwigs XVI. zwei Frauen zur Pflege beigegeben würden. Später erfuhr ich durch einen Kommissar des Temple, daß meine Anordnungen nicht befolgt wurden. Der junge Prinz litt an einer vorgeschrittneu Humoralkrankheit, sodaß er trotz aller Pflege starb (aber erst am 8. Juni des folgenden Jahres 1795).

Die letzten Kapitel des Bandes enthalten die Geschichte des Konvents bis zu seiner Auflösung und bis zu dem Siege der Republikaner über die Pariser Sektionen am 13. Vendemiaire (5. Oktober 1795). Barras setzt seine Thätigkeit fort. Sein Bericht über den letzten blutigen Straßenkampf lautet wesentlich anders, als die Auffassung der bvnapartistischeu Geschichtschreiber. Erst am 26. Oktober wäre der aus Toulon zurückgekehrte Geueral zum Oberbefehlshaber der Armee des Innern ernannt worden, bei dem Straßenkampf hätte er sich zweideutig benommen. Hier fangen die Reibungen zwischen Barras und seinein Schützling an. Doch wir gehen zu dem Direktorium, dem Inhalt der zwei folgenden Bünde, über.

(Schlich folgt)

Midaskinder

Wie Herr Viktor Narzissus Jangkel nicht dazu kam, sein erstes Buch zu schreiben

von Hermann Veser

Erstes Kapitel

Worin man sieht, daß es eilt

ach seiner Meinung hatte Viktor Narzissus Zanglel keine bessere Wahl mit seiner Wohnung treffen können, als wie es vor drei Tagen geschehen war. In der Zvtzelsgasse, der Straße der kleinen Leute, war das erste neue Haus gebaut worden, das denen in den großen Straßen auf ein Haar glich, aber doch nur ein Haus für kleine Leute war. Der Tüncher und Maler Christian Lebrecht Niemand hatte es er­richtet, und zwar als ein Doppelhaus in Hnfeisenform, und eine Brandmauer ohne