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Skizzen aus unserm heutigen Volksleben : Neue Folge : 2. Der Brandschaden
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Skizzen aus unserm heutigen Volksleben

von Fritz Anders

Neue Folge

2. Der Brandschaden

ch du barmherziger Heiland! rief die Frau Oberförsterin, iudein sie zur Thür hereiutrat und auf den nächsten Stuhl niedersank.

Der Herr Oberförster, der eben von einer Ausfahrt zurückgekehrt und damit beschäftigt war, seine Stiefel auszuziehen, antwortete: Was ist denn los, Frau? Aber die Frau Oberförsterin konnte weder ein Glied rühren, noch ein Wort herausbringen. In diesem Augenblicke kamen Hanue und Rieke kreischend die Treppe herab. Der Herr Oberförster sprang mit einem Stiefel und einem Pantoffel bekleidet hinaus und die Treppe hinauf.

Zum Donnerwetter, was ist los?

Es brennt! Ach, dir lieber Gott! Es brennt!

Haltet die Schnäbel und bringt Licht und Wasser!

Die Treppe war stockfinster, aber vbeu aus dem Gange, der zur Vorrats­kammer führte, kam ein verdächtiger roter Schein. Hanne und Riete kamen znrück, die eine mit einem Töpfchen Wasser, die andre mit einem brennende» Papierspan. Sie hatten völlig den Kopf verloren. Der Oberförster reihte seine dienstbaren Geister an der entsprechenden Stelle des Tierreichs ein, eilte selbst in die Küche hinab, ergriff ein Paar Eimer mit Wasser nnd stürzte znr Brandstelle. In der Vorratskammer war ein neben dem Schornstein befindlicher Balken in Brand ge­raten und hatte das Fehler ans eine daneben stehende Kiste übertragen, die samt ihrem Inhalt in hellen Flammen stand. Eine Viertelstunde später wäre vielleicht das Haus nicht mehr zu retten gewesen, jetzt gelaug es, das Fener mit ein paar Eimern Wasser auszugießen.

Das; sich der Herr Oberförster zur Beruhigung seines Gemüts an diesem Abend einen tüchtigen Grog braute, daß die Brandangclegenheit ausführlich er­örtert wurde, und daß man der verborgnen Ursache mit Fleiß nachforschte, war selbstverständlich. Dabei kam zn Tage, daß der Schornsteinfeger am Mvrgen da­gewesen war, den Schornstein ausgebrannt nnd eine ungebührliche Menge Stroh verbraucht hatte. Es war ein schrecklicher Anblick gewesen, wie die Flamme oben herausgeschlagen hatte, nnd Hanne hatte es gleich gesagt, daß das ein Unglück be­deute. Das Unglück war nnn nicht allzu groß geworden. Schade war es nur um die Kiste mit den schönen Mandarinen, die ei» Jagdfreund kürzlich aus Livorno »schickt hatte.

Als gewissenhafter Beamter setzte sich der Oberförster nm ander» Tage hin