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Friedrich der Große und der Ursprung des siebenjährigen Krieges
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Lin Preisausschreiben

Die Annexion des ganzen Landes, diedie großen Deutschen im Rate Friedrich Wilhelms III." für unbedingt notwendig hielten, istdie stärkste Rechtfertigung der Absichten Friedrichs," nur mit dem Unterschiede,daß den damaligen Patrioten Deutschland über Preußen ging, wahrend Friedrichs Herz nur für Preußen schlug."

Lehmann schließt sein geistvolles Buch mit persönlichen Angriffen auf Naudv, dessen Wisfenschaftlichkeit und von», M<zs er ohne stichhaltige Gründe anficht, und den er zum Vertretereiner tendenziös-preußischen Gesichtsphilosophie" stempelt. Er selbst stellt sich als den tugendhaften, tapfern Rächer der geschmähten, unglücklichenantipreußischen Ketzerei" hin, deren ewigen Wahrheiten er gegen dieLegendenglänbigen" zum Siege ver- holfen habe.

(Schluß folnt)

AMMI«

Gin preisausschreiben

von Adolf Barrels

m allgemeinen bin ich kein Freund von Preisausschreibungen, und zwar aus folgenden Gründen. Erstens steht gewöhnlich der Preis in keinem Verhältnis zn der Arbeit, die dafür aufgewendet wird; wenn sich hundert um einen Preis bewerben, den nur einer erhalten kann, so ist das vom volkswirtschaftlichen Stand­punkt aus eine ungeheure Arbeitsverschwendung, ganz abgesehen davon, daß die Preise gewöhnlich nicht besonders hoch sind. Zweitens kommt bei den Preisbewerbungen gewöhnlich nicht viel heraus, zumal wenn künstlerische Auf­gaben zu lösen sind; auch der Künstler darf ja ein guter Geschäftsmann sein, aber das Schaffen in der ausgesprochnen Absicht, einen Gewinn zu erzielen, ist ohne Zweifel nicht das richtige, und nur in seltnen Fällen wird dabei etwas wertvolles entstehen. Drittens: die litterarischen Preisausschreibungen sind insofern geradezu verhängnisvoll, als sie die Zahl der schreibenden Menschen, die doch, weiß Gott, groß genug ist, noch bedeutend vergrößern; hat die Schrift- stellerei schon im gewöhnlichen Lauf der Dinge eine verhängnisvolle Ähnlich­keit mit einem Glücksspiel, so wird sie durch die Preisausschreibungen ganz offen zu eiuem solchen gestempelt, und wer sich einmal an Tintenverschwendnng gewöhnt hat, der kann meist nicht mehr davon lassen. Diese Mißstände und Folgen treten selbst bei Preisausschreibungen hervor, die durchaus ernsthafter Natur sind; meist aber ist ja ein Preisausschreiben, besonders ein litterarisches, weiter nichts als ein Versuch, billig zu ausgebreiteter Reklame zu kommen.