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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur

und mein amtliches Verhalten zur Untersuchung gestellt werden kann, nicht vor einem Disziplinarhof oder Kriminalgericht, sondern vor einer Versammlung von Volksvertretern in öffentlicher Sitzung? Wäre es nicht besser gewesen, wenn der Vertreter der Regierung sich jedes eignen Urteils über seine Beamten an diesem Orte enthalten und sich auf die kompetenten Gerichte berufen hätte? Müßte er nicht seinen Beamten, auch weuu er von dessen Schuld, die gerichtlich nicht festgestellt war, persönlich überzeugt war, gegen eine solche öffentliche Bloßstellung schützen? Sollte es seine Pflicht sein, solche Angriffe anders zu beantworte», als mit der Bestreitung der Kompetenz des Reichstags, die Diskussion solcher Sachen von ihm zu verlangen? Spricht die Tradition gegen ein solches Verhalten der Regierung, so hat sie doch die Möglichkeit, diese üble Tradition zu breche». Und endlich, warum haben sich die Ordnuugspartcie» auf die Diskussion eingelassen? Wäre es nicht besser, wenn man in künftigen Fällen den Beschimpfungen Dranßenstehender - da sie nun einmal gesetzlich gestattet sind wohldiszivlinirtes Schweigen unter Protest entgegensetzte? Wäre es uicht möglich, solche Beschuldigungen, wenn sie einmal erhoben sind, sofort an eine Kommission zu verweise», iu der über sie mit Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelt werde» könnte? Hier ist eine Lücke in unsern: Verfassuugslebeu, die dringend der Ausfüllung bedarf.

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Litteratur

In seinem Leben des Generalfeldmarschalls Hermann von Bohen stellt Friedrich Meinecke in dem bis jetzt erschienenen ersten Bande (Stuttgart, I. G. Cvtta) die Zeit von 1771 bis 1814 auf Gruud ausgebreiteter archivalischcr Studien dar. Eine Hauptquelle des Verfassers bildeten die Schätze des Boyenschen Nachlasses in dem Tümplingschen Familienarchiv in Thalstein bei Jena, die ihm durch Frau vvn Tümpling, geborne von Voyen, erschlossen wurden.

Mit großer Liebe und in ausführlichster Weise wird die Vorzeit Boyens dar­gestellt. Erstens war er ein überzeugter Verehrer der friderieianischen Kriegsweise und Soldatenausbildung, der in dem originellen General von Günther sein Vor­bild sah. Günther war, wie Meinecke erzählt, einer von den Männern, die man dahin stellte, wo es galt, Schlendrian und Mißbränche auszukehren. So schickte ihn Friedrich der Große als einen, der Haare auf den Zähnen habe, zu dem schwarzen Husarenregiment, mit dem er unzufrieden war: das Bvsniakenregiment, schon durch seinen Ursprung ein origineller Truppenteil, wurde durch ihn eine in ihrer Art klassische Truppe, nicht elegante, aber zähe und ansdauerude Reiter, durch Kühnheit, Wachsamkeit und Behendigkeit vorzüglich geeignet zum kleinen Kriege, voll hingebenden Vertrauens zu ihrem Führer und von tüchtigem Korpsgeist erfüllt. Unter Günther kämpfte Boyen im Jahre 1794 in Polen nnd schloß sich dein Manne anfs engste an, dessen Charakter und Denkweise man am klarsten in den Worten ausgedrückt findet, die er einst zu Boyen sprach:Sehen Sie, wenn man zu Pferde steigt, muß man nur militärische oder gottselige Gedanken haben."

Der andre Zng seines Wesens führte ihn auf ernsthaft betriebne theoretische militär- wie allgemeinwifsenschaftliche Studien. Als denkender Offizier ließ er sich gern von der Strömung der Zeit mit forttragen; von der Vervollkommnung der Menschheit und der Möglichkeit des ewigen Friedens tränmend, suchte er besonders den ersten dieser Gedanken praktisch in seinem Berufe auszuführeu, und hielt es für nötig, sich dazu durch Erwerbung einer festern philosophischen Grundlage zu