Line englische Bnrgerkunde
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sonorer Regelung allenthalben gerecht geworden ist. So dürfte es sich fragen, ob nicht etwa die freien Nrbeitsverträge, die entgeltlichen Verwaltungen, die bernfs- und gewerbsmäßigen Besorgungen fremder Angelegenheiten, die entgeltlichen Verwahrungen u. s, w., die im heutigen Wirtschaftsleben eine ganz andre Rolle spiele» als im Altertum, wo derartige Verträge meist nnentgelt- lich waren, nicht auch eine abweichende und besondre Regelung wünschenswert machen. Ebenso, ob nicht etwa die Viehleihe, die Möbelleihe, die Erbpacht, die Rentengüter, die Markgenossenschaften u. a. m. eingehender Behandlung bedürfen. Alle diese Fragen können nur beantwortet werden, wenn man das heutige Leben ins Auge faßt, nicht, wenn man den Index eines Pcindekten- lehrbnchs betrachtet.
Eine englische Bürgerkunde
as Bedürfnis nach volkstümlichen Darstellungen des öffentlichen Rechts scheint in den großen Knltilrstaaten fast gleichzeitig lebendig geworden zu sein. Die Franzosen haben mit ihren, freilich nur auf deu Schulunterricht zugeschniilneu Katechismen den Ansang gemacht. In Deutschland haben, nachdem ein Grenzbotenanfsntz das Eis gebrochen hatte, gleich eine ganze Reihe von Bürger- und Staats- kuudeu das Licht der Welt erblickt, und jetzt ist auch England mit einem Buche: 'Ms lüüi unä Duttvs ol' » (Mz-on Ilvnr^ IZUiot UMsu (Nstlmen <K Oo.) auf dem Plane erschienen.
Der Verfasser wirft einen kurzen Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung der englischen Verfassung und behandelt dann in einzelnen Kapiteln — schon seine Reihenfolge ist bezeichnend - mit dem Hause der Gemeinen beginnend das Parlament, die Krone, die Minister, das Jnstizwesen, die Finanzen, die innere Verwaltung, das Unterrichtswesen, die Arnienverwaltung, die soziale Gesetzgebuug, das Heer, die Flotte und zuletzt das Empire, das englische Weltreich. Die Sprache ist leicht und flüssig, ein Beweis dafür, mit wie gutem Erfolg die modernen englischen Schriftsteller die Bandwürmer ihrer Partizipialbildungen haben abstreifen lernen. Die Darstellung ist im Tone des Essays gehalten, des Gebiets, ans dem die Engländer noch immer Meister sind. Freilich ist der Essayist geneigt, den Stoff selbst schon mehr
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