Anselm von Feuerbach als politischer Schriftsteller
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britischen Flotte nicht viel lehren kann, so können sich doch unsre Marineleiter die bewunderungswürdige Art und Weise, mit der die Flottenschau in Kiel angeordnet war, zum Muster nehmen."
Anselm von jeuerbach als politischer Schriftsteller
von I- Gensel
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nter den sechs Standbildern großer deutscher Juristen, die den Mittelbau der Nordseitc des Reichsgerichtsgebäudes zieren, stellt das vorletzte den Begründer der neuen deutschen Strafrechtswissenschaft Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach dar, während sein etwas jüngerer Zeitgenosse Friedrich von Savigny, der Hauptvertreter der historischen Schule auf dem Gebiete des römisch-deutschen Privatrechts, die letzte Stelle einnimmt. Zwei grnndverschiedne Naturen: hier der emsige, friedliche Forscher, der das Gewordne liebevoll bis zu den feinsten Wurzelfasern verfolgt und vor den andächtigen Hörern in glänzendem Lichte darstellt — dort der Feuergeist, der sich weiten Blickes mit den höchsten Problemen der Rechtsphilosophie beschäftigt, dem aber vor allem daran gelegen ist, kämpfend ins Leben zu rufen, was er als wahr und recht erkannt hat. Dem entsprechend ist es vorwiegend das öffentliche Recht, dem Feuerbachs Wirken gilt.
Als politischer Schriftsteller hat Feuerbach vieles mit seinem um sechs Jahre ältern Zeitgenossen Ernst Moritz Arndt gemein: vor allem die glühende Liebe zum Vaterland und das feste Vertrauen auf die Zukunft unsers Volks; den tiefen sittlichen Ernst und den tapfern Mut, die Wahrheit zu sagen, gleichviel ob er damit nach oben oder nach unten anstößt; auch die sprudelnde Fülle der Gedanken und den packenden Strom der Rede. Wenn Arndts Schreibweise unmittelbarer zum Herzen spricht, so hat Feuerbach vor ihm die größere Geistesschärfe, den weitern Gesichtskreis und die eindringende Kenntnis des öffentlichen Rechts voraus. Den besten Teil seiner Volkstümlichkeit verdankt doch Arndt seinen vaterländischen Gedichten. Dazu kommt das ehrwürdige Alter, das er erreicht hat. Als er am 26. Dezember 1859 in wunderbarer Geistesfrische seinen neunzigsten Geburtstag feierte, war Feuerbach schon über ein Vierteljahrhundert tot.
Feuerbach hat es verdient, daß sein Gedächtnis im deutschen Volke wach erhalten werde. Der furchtlose Kämpe verdient es doppelt in dieser Zeit des