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Friedrich Hebbel und Vtto Ludwig
derung der gleichen Lasten und gleichen Rechte für alle. Grundsätzliche Unmöglichkeiten sind daher nicht vorhanden; Einsicht wird auf allen Seiten anzunehmen sein, Wille bei vielen, und auch bei denen, die ein Opfer zu bringen haben. Wo aber Einsicht und Wille vorhanden ist, da giebt es auch einen Weg. Möchten wir ihn zum Heile unsers Vaterlandes von sreien Stücken be- schreiten, ehe es zu spät ist und uns eiserne Not darauf drängt.
(Schluß folgt)
Friedrich Hebbel und Otto Ludwig
von Adolf Barrels
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ersönlich gekannt haben sich Hebbel und Ludwig nicht, doch hatten sie gemeinschaftliche Bewundrer und Anhänger, und wie mir einer von ihnen mitteilt, war Hebbel im September 1862 bereit, dem damals schon kranken Ludwig einen Besuch zu machen, als irgend etwas störend dazwischen trat. Da Hebbel fast ein Jahrzehnt früher in die Litteratur eingetreten war als Ludwig, und dieser in seinen Werken augenscheinlich eine bestimmte Verwandtschaft mit ihm aufwies, so hat er ihn für seinen Schüler gehalten, ihm aber doch selbständige Bedeutung eingeräumt. In seinen Briefen erwähnt er Ludwig nur selten, die Hauptstelle ist folgende in einem Brief an Knh vom 14. Oktober 1857: „Ihr Besuch bei Ludwig war eigentlich ein keckes Wagstück. Ich habe an diesem Manne, dessen bedeutendes Talent ich so wenig verkenne, als es mich genirt, nur das eine auszusetzen, daß ich nicht der erste war, dem er in Wien seine Stücke zusandte." An einer andern Stelle, in einem Briefe an Stern vom 31. Dezember 1862, sagt er geradezu, daß Otto Ludwig ohne ihn nicht dasein würde, und in einer andern etwas gereizten Auslassung, in der er sich das Verdienst zuspricht, zuerst biblische Stoffe auf die Bühne gebracht zu haben, zielt er wohl auch mit auf Ludwig. Von Ludwigs Werken erwähnt er nur die „Makkabäer" einmal in einem Briefe an Dingelstedt, und zwar tadelnd. Dagegen hat Ludwig eine Reihe Hebbelscher Dramen kritisirt und in seinem berühmten Bekenntnis über die Art seiner Produktion auf Hebbel Bezug genominen. Im ganzen stand Lndwig, kann man sagen, unfreundlicher zu Hebbel als dieser zu ihm, aber man darf darin nicht etwa Neid auf den Dichtergenosfen oder Geringschätzung seines Schaffens erkennen, sondern nur