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Der litterarische Erfolg
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Aus einer kleinen Lcke

Ruhm geleistet. Aber die ununterbrochne Reklame ist doch erst heute möglich und gewöhnlich geworden. Wenn ich bedenke, wie Mörike seine einzigen Lieder für sich und seine wenigen Freunde sang, wie Otto Ludwig nicht müde wurde, fertige Stücke immer und immer wieder umzuschmelzen, wie Hebbel ein Drama wieGyges und sein Ring" resignirt in den Kasten legte, wie noch Gottfried Keller fünfzehn Jahre lang den Stadtschreiber in Zürich machte, ohne um seinen dichterischen Nuhm allzu sehr besorgt zu sein nein, es waren doch bessere Zeiten uud andre Menschen. Als SndermcmnsSchmetterlingsschlacht" durchfiel, da wagte einer seiner Anhänger von demgroßen Moment, der ein kleines Geschlecht finde," zu reden! Ich verdenke es dem Dichter gewiß nicht, wenn er nicht länger in das sagenhafte Poetenstüblein gebannt sein will und auf den Markt hinausstrebt, wo der Kampf der Meinnngen und Ideen aus­gefochten wird. Es ist möglich, daß eine große Kunst nur im bewegten Leben gedeiht. Aber braucht der bedeutende Dichter Trabanten und Sykophanten, ist ihm der Hcrvorruf auf der Bühne uud das stete Paradiren unter dem Strich der Zeitungen Lebensbedürfnis? Ich habe kein Vertrauen zu einer Kunst, die ein Bündnis mit dem Geschäft schließt, und schwöre nach wie vor zu dem Spruche:Reif sein ist alles!"

Man wird wohl gemerkt haben, daß das einer geschrieben hat, der noch keinen Erfolg gehabt hat. Ja ja. Unerreichbare Trauben sind sauer, uud der Franzose hat schon Recht, wenn er sagt: Kisn r0v.88it, ous 1s sueevs.

Aus einer kleinen Lcke

n der That, wenn unsereins durch seine einzige Brille, das heißt durch die Zeitung, in die große Welt hinausblickt, so überläuft ihn ein Schauer nach dem andern. Kann es eigentlich noch schlechter werden in unserm unglücklichen Vaterland ins­besondre nnd in der ganzen Welt am Ende des neunzehnten Jahrhunderts im allgemeinen? Zunächst einmal das Vaterland. Daß wir Epigonen" sind, was in gewöhnlichem Deutsch sagen will: daß die Zeit der großen Thaten zur Geschichte unsrer Väter gehört uud wir im großen und ganzen nur für die Festigkeit des Geldschranks zu sorgen haben, in denen die Erwerbungen unsrer Väter aufbewahrt werden, daß gewaltige Gestalten zur Zeit nicht auf dein Vordergrunde der Bühne umherwandeln das ist doch wahr. Und daß sich ringsum Kräfte regen, die absichtlich oder unab-