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entnehmen, und zwar einen, der nicht von Hilty selber stammt, sondern nur zitirt wird- Bücher schreiben sei mit den Hilfsmitteln unsrer Zeit gar keine Kunst; Bücher lesen sei schon schwieriger, Bücher verkaufen aber das größte Kunststück. Hilty ist kein bloßer Schriftsteller, fondern ein Prediger und Prophet, der seinen Leser bekehren will; Gewinn zieht aber jeder aus seinen Schriften, auch der mit dem festen Vorsatz liest, sich nicht bekehren zu lassen, oder der sich nicht bekehren lassen darf und kann. Wie gern würden wir nns z. B. zu der Praxis bekehren lassen, nichts unbedenteudes zn lesen, können und dürfen aber nicht!
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Litteratur
Der Boden und die landluirtschastlichen Verhältnisse des preußischen Staats. Im Austrage des königlichen Ministeriums der Finanzen und des königliche» Ministeriums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten dargestellt von August Meitzen, 11r. xbil,, kaiserlicher fm!^ Geheimer fmNegieruugsrat a. D., Professor. Fünfter Band. (Nach dem Gebietsnmfange der Gegenwart.) Berlin, Paul Parey, 1894
Die ersten vier Bciude des Werkes, die schvu vor zwanzig Jahren erschienen sind, beschränkten sich ans den Umfang des Staats vor 1866. Im vorliegenden Bande wird die Beschreibung der alten Provinzen vom Staudpunkte der seitdem gewaltig fortgeschrittneu naturwissenschaftlichen Erkenntnis ergänzt und werden die neuen Provinzen einbezogen. Auf eine allgemeine Beschreibnng des Staatsgebiets nach Lage, Große, politischer Einteilung und Territorialgeschichte, Worin vor allem die An- und Eingliederung der nenen Provinzen erzählt wird, folgen die Grundsteuer-, Kataster- und Grundbuchverhältnisse dieser neuen Provinzen und deren örtliche Bodenverhältnisse, dann die geologischen, Wasser- und Witteruugsverhält- nisse des ganzen Staats und die Verbreitung der nutzbaren Mineralien im Staatsgebiete. Selbstverständlich sind die einzelnen Abteilnngen von bewährten Fachgelehrten bearbeitet worden. Vielleicht wissen noch nicht alle gebildeten Landwirte, Welcher Schatz fiir sichere Auskunft aller Art ihnen in diesem großartigen Werke zur Verfügung steht. Der fabelhaft billige Preis (1ö Mark fiir eiueu Quartband von 564 Seite» Text und 317 Seiten Tabellen und Register) ermöglicht auch Privatleuten die Anschaffung. Zwei weitere Bände, von denen der nächste die Bevölkerung, die Besiedlungsweise, die Landesknltnrgesetzgebung, sowie die Grund- eigeutumsverteiluug darstellen soll, folgen noch, und ein Atlas mit 20 Karten in Farbendruck wird deu Abschluß bilden.
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Der Verfasser des Aufsatzes „Journalistenexamcn und Redaktcurkammern" in Heft 6 hatte die Bemerkung gemacht, daß der „Verein der deutschen Zeitungsverleger" mit seinen Satzungen sehr geheim thue. Der Schriftführer dieses Vereins schickt uns nun ein Exemplar dieser Satzungen, aus dem hervorgeht, daß kein Anlaß ist, sie geheim zu halten, denn sie beschäftigen sich ausschließlich mit der Geschäftsordnung des Vereins und dergleichen ; nur der erste Paragraph spricht sich über deu Zweck des Vereins — schlecht nnd recht in Zeitungsdeutsch — ans: Der „Verein deutscher Zeiinngsverleger" bezweckt die Wahrung der beruflichen und gewerblichen Interessen seiner Mitglieder — was hiermit aus Wunsch lundgcthau sei.
In den- Aussatz über die neueste Auflage der Geflügelten Worte im siebeuten Hefte sind ein paar Druckfehler übersehen worden. In den lateinischen Sprichwörtern am Schlüsse muß es natürlich heißen x-lllio (statt x-tlloo) und: Nvsois, czuul sorns vvsxor vslurt.
Für die Redaktion verantwortlich: Johannes Gruuow in Leipzig Verlag von Fr. Wilh. Gruuow in Leipzig. — Druck von Carl Marquart in Leipzig