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Deutsch-japanische Beziehungen
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der deutschen Einfuhr nach Japan auf 25^ Millionen Mark. Deutschland liefert fertige Gewebe, Drahtstifte, verzinnten und verkupferten Draht, Waffen, Maschinen, Farbstoffe, Bücher, chirurgische Instrumente, Drvguen und Apotheker­waren; für die letztgenannten sind die deutsch gebildeten Ärzte und Apotheker die besten Pioniere. Welch wichtige Folgen auf dem Gebiete des Handels die Gründung der medizinisch-chirurgischen Akademie gehabt hat, das hat der Zentralverein für Handelsgeographie schon mehr als einmal rühmend hervor­gehoben.

Auch der japanisch-chinesische Krieg soll, wie eine der angesehensten japa­nischen Zeitungen im Dezember 1894 zu melden wußte, den deutschen Kauf­leuten manchen Vorteil gebracht haben. Von den sechstausend Chinesen, die in Jokohama lebten, haben infolge der Kriegserklärung ungefähr fünftausend diesen Hafenplatz verlassen. Sie vermittelten aber einen bedeutenden Teil der japanischen Ein- uud Ausfuhr. Dieser Geschäftsverkehr ist nun so überwiegend den Deutschen zu gute gekommen, daß selbst die Ausfuhr nach dem englischen Singapore jetzt durch deutsche Häuser besorgt wird. Das Blatt schreibt weiter: Daß gerade die deutschen Häuser die Erbschaft der Chinesen angetreten haben, ist sehr erklärlich. Das deutsche Volk war bei uns geschätzt, seine unter uns lebenden Vertreter sind immer beliebt gewesen, und unsre Zuneigung zu diesem Volke ist noch durch die Haltung vermehrt worden, die seine Presse von An­fang des Krieges an uns gegenüber eingenommen hat. Diese Umstände haben die Deutschen geschickt zu benutzen gewußt.

Wir hoffen, daß es den Deutschen nicht nur gelingen werde, auch nach Abschluß des neueu Vertrags ihre alte Stellung zu behaupten, sondern daß jetzt, wo sich ihnen das ganze Jnselreich erschließen wird, der deutsche Einfluß noch mehr an Boden gewinnen und sich für deutsche Kraft und deutschen Unter­nehmungsgeist ein neues Feld der Thätigkeit in ganz Ostasien eröffnen wird.

Der Untergang der Elbe

Zum allgemeinen Verständnis des Ereignisses

ie großen bremischen Pcrsonendampfer halten sich nach ihrem Austritt aus der Weser von der sehr flach abfallenden friesischen Küste etwa zehn Seemeilen 2^ deutsche Meilen) entfernt. Bei dem Feuerschiff der Terschellingbank die Feuerschiffe ver­treten die Leuchttürme an Stellen, wo solche nicht anzubringen sind wird der Kurs nach Südwest auf den Englischen Kanal gesetzt. Von

Grenzbote» I 1895 44