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Bismarcks Nachfolger
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in ihrer Art prächtige Menschen, wie von der Natur selber geschaffen. Nur zwei Personen haben wir nicht verstehen können: den aus seiner Stellung ent­lassenen Geistlichen und seine ewig stellensnchende Schwester, die Gouvernante. Es ist schwer, an solch unausrottbare Gutherzigkeit und Leichtgläubigkeit zu glauben, wie sie die Natur diesen beiden Menschen verliehen hat.

Die Weihnachtsfeier in der Rechenheimer Töchterschule

m Bimmelhagener Kreisblatt, das sich ganz besonders für die zahlreichen Vergnügungen unsers Wohnortes Nechenheim inter- essirt, befand sich einige Wochen vor Weihnachten folgende re­daktionelle Notiz:Ganz besonders wird es auch die Bewohner unsers Ortes interessiren, daß am 19. Dezember, nachmittags 5 Uhr, die Weihnachtsfeier unsrer bekannten nnd renominirten Spitzlerschen höhern Töchterschule stattfindet. Das reichhaltige Programm beginnt wieder mit der »Ernsten Weihnachtsfeier,« in der in altbekannter ergreifender Weise auf das schönste Fest der Christenheit hingewiesen wird. Dann folgt ein reizendes Kinderfestspiel »Winterfeier« von Hallig. Hierauf Kaffeepanse. Als­dann »Aschenbrödel,« Kinderoperette in vier Aufzügen, uud zum Schluß »Schau­turnen und Neigen.« In der Schule angefertigte Handarbeiten und Zeich­nungen sind im großen Saal ausgestellt. Wie iu frühern Jahren, dürfte auch diesmal die Feier sehr zahlreich besucht werden."

Nechenheim ist bekanntlich ein im Bimmelhagener Kreise gelegner Vorort Berlins, dessenOrgan" das täglich erscheinende Kreisblatt ist. In derselben Nnmmer wurde das Programm der Weihnachtsfeier im Anzeigenteil wieder­holt. Es ist ja ein löblicher Brauch, daß eine größere bezahlte Anzeige auch das Recht hat, redaktionell verherrlicht zu werden; das geschieht in den haupt­städtischen Zeitungen, warum sollte es uicht auch im Bimmelhagener Kreisblatt geschehen?

Ich habe es voriges Frühjahr ermöglicht, mit meiner Familie in Nechen­heim zu wohnen. Mit Sack und Pack sind wir dort eingezogen und haben uns der Landluft und ganz besonders des Gartens gefreut. Daß es mir per­sönlich etwas störend ist, täglich zweimal nach Berlin zu fahren, kann ich frei­lich nicht ganz in Abrede stellen. Ja, sagte meine Frau, als ich das einmal bei einem Mvrdswetter schüchtern andeutete, für die kleinen Kinder ist es doch eine Wohlthat, daß wir hier wohnen.