Litteratur
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erste Hoch auf den neuen deutscheu Kaiser ausgebracht hat, den Großherzog von Baden, immer und immer wieder mit herzlichen Huldiguugeu begrüßt? Mache mau doch nur deu Versuch. Ein-, zwei-, dreimal vielleicht werdeu die Alten ihre ellors Kl8 von dem Besuche der Feier abhalten, dann aber werden sie sagen: In Gottes N^meu, geh, wenn dirs Pläsir macht! Und der Junge wird gehen, wird mitsingen, mit- sesteu, uud wird mit einstimmen in das Hoch auf das deutsche Vaterland und seine engere Heimat! Worauf und wie lauge will man denn eigentlich noch warten, bis man die Elsässer als vollberechtigt — denn besonders gefährlich sind sie doch wohl kaum? — anerkennt. Auf die Stärkung des deutschen Geistes? Bei einem Volke, das so urgcrmanisch fühlt, daß es einer seiner Hauptschmerzeu ist, daß es nur einen Statthalter, aber keinen eignen Fürsten hat? Man richtet von oben sein ganzes Augenmerk und allen guten Willen darauf, dieses Land mit dem alteu Reiche zu verschmelzen, man setzt — die schneidigsten Unteroffiziere als Beamte hierher (nnr weil mau nicht ahnt, wie viel böses Blnt das macht); man schont die Elsässer in jeder Beziehnng, nm sie nicht zu verletzen. Aber indem man sie es immer und immer wieder fühlen läßt, daß sie etwas andres seien als andre Deutsche, schlagt man sich selbst ins Gesicht. Das Abschließnngsverfahren war eiu paar Jahre laug am Platze. Jetzt nicht mehr; sonst gewöhnen sich am Ende die alten Alemannen nnd Franken auf dem linke» Rheinnfer daran, daß sie etwas besondres seien, uud es wird von Jahr zu Jahr schwerer werden, sie der deutscheu Gemeinsamkeit zn erhalten und mit ihr zu verknüpfen. Man zieht einen Partikularismns groß, der noch einmal bittere Früchte tragen kann, das wird jeder zugestehen, der das Leben und die Stimmung im Elsaß, besonders in Straßburg, längere Zeit verfolgt hat.
Möge man in Zukunft anders, vorsichtiger Verfahren. Die Elsässer sind Deutsche, und Deutsche solleu sie bleibe». Deshalb sollen sie aber auch Sedau mitfeiern dürfen, wenn sie wollen; vor allen: aber sollen es in Zukunft feiern dürfen in voller Gemeinschaft die im Reichslande lebenden Deutscheu, wes Standes sie auch seien, damit sie nicht aus ihrer Verbannung hinüberschielen müssen nach dem Lichtermeer, das auf den Bergen und in den Städten Altdeutschlauds jährlich an einen der größten Gedenktage im Leben uusers Volkes erinuert.
Ein Straßburger Student
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Zur Geld- und Währungsfrage. Aus den uns iu den letzten Monaten zugcganguen Schriften über diese Frage wollen wir für heute uoch vier hervorhebe», die nicht Pamphlete, sondern gediegne Arbeiten sind. Der Geheime Regierungsrat nnd Professor Wilhelm Launhardt hat eine Reihe von Aufsätzen, die er zuerst im Hannovcrschcn Kurier veröffentlicht hatte, unter dem Titel: Mark, Rubel uud Rupie, Erläuterungen znr Währungsfrage (Berlin, Wilhelm Ernst und Sohn, 1394) herausgegeben; mit gründlicher Sachkenntnis, in gemeinverständlicher Sprache und fesselnder Darstellung führt er alle Behauptungen und Argumente der Bimetallisteu ack absuräum. „Unglückselige Goldwährung! ruft er auf Seite 54, was ist ans Deutschland während ihres Bestehens in zwanzig