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Die Nationalitätenkampf in Böhmen
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Der Nationalitätenkampf in Böhmen

ls sich gegen das Ende der siebziger Jahre die Taaffische Re­gierung an die Lahmlegung des Deutschtums machte, indem sie die deutsche Sprache und das deutsche Beamtentum aus ihrem alten Besitzstaude verdrängte, da erwachte endlich unter den Deutschen innerhalb und außerhalb Österreichs das Bewußtsein für die Notwendigkeit nationaler Schutzarbeit: im Jahre 1880 entstand iu Österreich derDeutsche Schulverein," und ein Jahr später im deutschen Reiche derAllgemeine deutsche Schulderem." Nach dem GrundsätzeWem die Jugend gehört, dem gehört die Zukunft" ist die Thätigkeit dieser Bereinigungen seither darauf gerichtet gewesen, die heranwachsende deutsche Jugeud in ge­mischten Sprachgebieten Österreichs durch Errichtung und Förderung von Schulen dem deutschen Volkstnm zu erhalten. Es mag sein, daß man anfangs geglaubt hat, durch eine auf so einleuchtendem Grundsatz beruhende Wirksam­keit den nationalen Besitzstand der Deutschen ungeschmälert wahren zu können; aber nach und nach ist mit immer zwingenderer Gewalt die Überzeugung zum Durchbruch gekommen, daß die Schulvereinsthätigkeit, so segensreich sie sonst auch sein mag, dem Rückgange des Deutschtums nur auf ganz beschränktem Gebiete begegnen kann, da neben der Ungunst der Regierenden, des Adels und der Geistlichkeit eine viel verheerender wirkende Macht, die Ungunst wirtschaft­licher Verhältnisse, die Entfaltung des deutschen Volksstammes der Ostmark unmittelbar an der Wurzel bedroht. Es ist das eine Erscheinung, die sich an der ganzen deutschen Ostgreuze vom Baltischen bis zum Adriatischen Meere zeigt.

Und zwar tritt sie nach zwei Seiten hervor: erstens tragen wirtschaftliche Übelstände die Schuld, daß die naturliche Bevölkernugszunahme der Deutschen in Österreich hinter der der Slawen zurückbleibt; und zweitens sind es wirt­schaftliche Mißstände, durch dereu geschickte Ausnutzung die Gegner die

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