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Noch etwas vom Handwerksmann
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Noch etwas vom Handwerksmann

von einem Handwerksmann

ie Thatsache, daß auf den Aufsatz in Nr. 32 der Grcnzbvten Etwas vvm Handwerksmann" nicht sofort eine Reihe von Ent­gegnungen aus dem Handwerkerstande gekommen sind, könnte fast genügen, die Wahrheit einer großen Zahl von Behauptungen zn bestätigen, die der Verfasser jenes Aufsatzes in der wohl­meinendsten Absicht gegen den Handwerkerstand gerichtet hat, wie daß er lieber die Hände in den Schoß lege und andre für sich sorgen und Vorschläge zu seiner Hebung uud Bessernug machen lasse, die er dann natürlich tadle und verwerfe, als daß er selbständig vorginge und sich selber hälfe; daß er infolge der Uneinigkeit seiner Mitglieder bisher noch kein Programm zustande gebracht habe; daß es seinen Mitgliedern an Bildung fehle u. s. w.

Ich möchte im folgenden für den Handwerkerstand ein Wort einlegen und zunächst versuchen, den Lesern eine etwas bessere Meinung von unserm Stande beizubringen. Hinsichtlich des gegenwärtigen Znstandes des Handwerks hat der Verfasser denn doch ein bischen zu schwarz gesehn. Wenn auch zuge­standen werden muß, daß sich eine große Anzahl von ungebildeten und un­gelernten Pfuschern unter ihnen breit macht, die sich nicht scheuen, ihr soge­nanntes Lehrlings- und Gehilfenpersoual gleichfalls aus herumziehenden un­gelernten Arbeitern zu nehmen und dabei sich und ihre Leute in gewissenloser Weise Handwerksmeister, Gehilfen und Lehrlinge zu nennen, so steht doch diesen Leuten immer noch ein großer Stamm tüchtiger, gelernter Handwerks­meister gegenüber, die etwas auf ihren Stand halten und daher auch darauf bedacht sind, ihn durch Annahme und Ausbildung achtbarer junger Leute für die Gegenwart tüchtig und für die Zukunft lebensfähig zn erhalten.

Aber auch in andrer Beziehung braucht man sich die Zustände im Hand­werk nicht gar so traurig vorzustellen. Wer die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre mit durchgemacht hat, müßte freilich ganz mit Blindheit geschlagen sein, wenn er nicht zugeben wollte, daß Fabrikation und Großindustrie das Handwerk auf einigen Gebieten bereits ganz ersetzt und unnötig gemacht, in andern Zweigen es wenigstens eingeschränkt nnd auf ein kleineres Arbeitsfeld verwiesen haben. Dennoch wird es trotz der gewaltigen Anstrengungen der