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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur

hier das einzig richtige, und man müßte den davon handelnden Paragraphen der ikx Heinzc" befürworten, wenn man die Gewißheit hätte, daß er richtig, d. h. gerade in solchen Füllen angewendet würde.

Litteratur

Was ist Geld? Ein Beitrag zur Lösung der sozialen Fragen von Richard Goldschmidt, Landgerichtsrat. Leipzig, Fr, Will). Gruuow, 1894

Der Verfasser dieses merkwürdigen Schriftchens sagt nnS im Vorwort, daß er an einer nmfassenden Widerlegung der mechanischen Weltanschauung arbeite. Da aber die Vollendung dieses großen Werkes noch in weitem Felde liegt, und er seine Mitarbeit an den Aufgaben der Zeit nicht gern in eine ungewisse Zukuuft ver­schieben möchte, so veröffentlicht er einstweilen das vorliegende Bruchstück daraus. Die imaginäre Natur des Geldes soll beweisen, daß die Berechnung eines Durch­schnittseinkommens »ach Geld keinen realen Wert hat, daß andrerseits aber ancl> die Vermehruug von Arbeitsgelegenheit die soziale Frage nicht zu löse» vermag, und alle realistischen volkswirtschaftlichen Berechnungen sich des Geldmaßslabes nur mit größter Vorsicht bedienen dürfen." Im einzelnen müssen nur den Anssichrnngen des Verfassers bald widersprechen, bald beistimmen. So erscheint es uns z. B. verfehlt, wenn er Seite 23 sagt, dieselbeIllusion," die Gold und Silber zn Wert­messern mache, gestalte auch jbei der Prägimg von Scheidemünzen!,den Teil des Metalls, der als Geldstück verarbeitet ist, höher zu bewerten, als ihm nach seinein Metallgehalte wirtlich zukommt." WaS es auch immer sein mag, das die Edel­metalle zu Wertmessern macht, ihr innerer Wert, oder eine Übereinknuft der Menschen, oder eine Illusion, der Gebrauch nnterwertiger Scheidemünzen beruht auf der Ver­pflichtung des Staats, sie auf Verlange» gegen vollwertige WährnngSmünzen nm- zntauschen, also ans der Vertragstreue, und diese ist zwar uichts materielles, aber auch keine Illusion. Dagegen ist z. B. die Zurückweisung der Silberfreuude ans Seite 26 vortrefflich. Da nusre eigne Silberprodnktion, sagt Goldschmidt sehr richtig, nnr unbedeutend, die von Nordamerika aber nngehener groß ist, so ist der Schade», den >vir durch die Eutivertnug »»sers Silbers erleiden, weit geringer als der, den wir erleide» würde», we»u daS Silber trotz vermehrter Produktion in Nordamerika seiueu Preis behauptet hätte, deu» dann wäre die Kaufkraft Nordamerikas doppelt so groß, als sie jetzt ist, die Amerikaner wären nns also in höherm Grade wirt­schaftlich überlegen, als sie es jetzt sind. Im ganzen strebt Goldschmidt ungefähr demselben Ziele zn wie die Grenzbotcn. Denn anch wir bemühen nnS, den Schleier zn zerreißen, mit dein daS Geldwesen die wirtschaftlichen Vorgänge den Angen nicht allein der Menge, sondern nnch vieler Volkswirte verhüllt, und die praktischen Fordernngen, die er am Schlnsse erhebt, sind den uusrigen nahe verwandt. So trägt die Schrift viel dazu bei, über einige der schwierigsten nnd wichtigsten unter den brennenden Fragen der Gegenwart Klarheit zn verbreiten, nnd deshalb isi ihr die weiteste Nerbreitnng zu wünschen.