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sellt, das kaum Angefangne fortzusetzen. Auf diese Weise — das wird hoffentlich manchem einleuchten — kann unsre gebildete Jugend kein innerliches Verhältnis mehr bekommen zu der großen Litteratur unsrer letzten Vergangenheit. Welchem Wert das doch Hütte, will ich noch in wenigen Worten audeuteu.
So lange das Borrecht des Cottaischeu Verlags dauerte, war eine Gvethe- ausgabe, auch wenn sie antiquarisch erworben worden wäre, für die meisten unerschwinglich, uud selbst Schillers und Lessings Werke kosteten noch recht viel. Als nach der Mitte der sechziger Jahre das Privileg sein Ende erreichte, erwartete man eine neue Zeit für die deutschen Klassiker. Sie ist insofern eingetreten, als für ein einzelnes Litteraturwerk, welches eS auch sei, seit wir die vielen billigen Ausgaben haben, der Kostenpunkt gar nicht mehr in Frage kommt. Darnach kann aber doch auch die Schule ihre Aureguugen einrichten sür die Zugänglichen, die sie dann für sich weiter führen werden. Für alles Volk ist ja doch solche Speise nicht bestimmt. Aber die Gebildeten sollen eine» sesten Standpunkt haben gegenüber dem, was sich iu ihrer Zeit Litteratur nennt, was die Urteilslvsen, das sogenannte Volk, gefangen nimmt uud als ernste, geistige Macht zum Guten oder zum Schlimmen, allmählich eine öffentliche Meinung bildet, gegeu die dann anch die Bessern vergebens ankämpfen. Diesen feste» Standpunkt kann nur die geschichtliche Betrachtung geben, denn aus der Gegenwart, unter dem befangen machenden Eindrucke jedes Neuen, gewinnt der Mensch keinen brauchbaren Maßstab. Hier liegt meiner festen Überzeugung nach die Bedeutung des litteratnrgeschichtlichen Unterrichts für die höhere Schule. Wer davon durchdrungen ist, wird ihn gewiß nicht mißbrauchen uud zum Phrasenmachen verwenden.
Dresden Adolf Philipp!
(Lin (Lhrensold zum eisernen Kreuz?
och einmal diese Frage? In, denn „eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede." Auch die Träger dieses Kreuzes, die sich zu eiuem deutscheu Bunde znsammengcschlossen haben, wollen nach diesem alten deutschen Spruche beurteilt sein und hoffen, ^ daß alle die Blätter, die den ersten Aufsatz nachgedruckt haben, auch unsre Ausführungeil zur Kenntnis ihrer Leser bringen werden.*)
^) Diese Erwiderung auf den Aufsatz in Heft 36 ist uns von dem Bundespriisidium der Ritter des eiserneu Kreuzes iu Deutschlnnd lOl'erstcibsnrzt d. L. >>r. Kleist) mit der Bitte um Veröffentlichn»«, znaesaudt worden.