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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Schwarzes Bret

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Wenn wir sagen, oder vielmehr wenn jedermann sagt, daß es mit dem Libe­ralismus vorbei sei, so ist mit diesem Worte selbstverständlich nur das politische System der Bourgeoisie gemeint, das sich diesen Namen ziemlich nnberechtigterweise beigelegt hat. Die liberale Gesiunung wird stets ihren Wert behalten, eine Ge­sinnung, die Holtet meinte, wenn er von dem verstorbnen Fürsten Pückler-Muskau sagte, er sei,wie jeder echte Aristokrat," liberal gewesen. Noch weniger geht mit dem Liberalismus die Demokratie unter, das ist eine innere Politik, die im Siuue Lothar Buchers vom Volke fürs Volk gemacht wird; vielmehr bricht deren Zeit eben jetzt aufs neue wieder an.

Schwarzes Bret

ImHamburgischcn Korrespondenten" vom 13. Oktober (Abendausgabe) wird aufein unter dem Titel »Goethes Leben und Werke« nächste Woche erscheinendes Werk aus der kom­petenten (!) Feder des Privatdozenten für deutsche Litteratur an der Kieler Universität, Herrn Dr. Eugen Wolfs/' hingewiesen, und aus den gütigst überlassenen Aushängebogen werdenfol­gende Ausführungen über Tasso" mitgeteilt:

Nicht ein Litteraturdrama der üblichen Schablone, das etwa auf anekdotenhafte Hul­digung für den Dichterheldeu, dessen Namen der Titel des Stückes nennt, hinzielen soll, sondern die große typische Tragödie des Dichterlebens wird an der historisch beglaubigten Seeleulage Tassos durchgeführt. Die schrankenlose Leidenschaft der gesteigerten Dichterempfindnng, das verwöhnte Selbstbewußtsein des xosw I->,ure.g>w8 wiegt den Tasso in ein Traumleben ein, das ihn nahezu pathologisch von der realen Welt trennt. Man weiß, daß der historische Tasso in solcher krankhaften Nervenüberreizung, die an Geistesnmnachtnng streifte, zu Grunde gegangen ist. Wenn Goethe von diesem natürlich gegebnen Schlüsse abweicht, so müssen wir von rein ästhetischem Standpunkte darin ein bedauerliches Manco sehen" u. f. w. In solchem Deutsch schreibt man heute über Goethe!

Bei Fr. Rehtmeyers Verlag in Hannover erschien und ist gegen Einsendung des Be­trages direkt zn beziehen: Adam und die menschliche Urheimat von Hermann Kurtz, mit einer Widmungstafel für Herrn Professor Dr. Ernst Haeckel, Jena.

Der bekannte Verfasser liesert durch diese fleißige Denkarbeit ein anthropologisches Werkchen hervorragendster Bedeutung und stellt neue Gesichtspunkte auf und erörtert dieselben, welche bis jetzt niemand anzurühren wagte.

Der Versasser, ein Düsseldorfer Kind, ist in weitern Kreisen alsgermanischer Schrift­steller" undbewährter Forscher" ansarchäologischem und historischem Gebiete" bekannt und haben seine Schriftender Name Teut im Lippijchen" und derSchauplatz der Vnrnsschlacht," durch seine eingehenden Forschungen gerechtes Aussehen in allen gebildeten Kreisen erregend, überall die verdiente Anerkennung gefunden. Seine AufsätzeZeugen der Varusschlacht im alten Herzogtum Westfalen" sind von der Presse vielfach anerkennend besprochen.

Sein neues WerkAdam und die menschliche Urheimat" legt von der umfassendsten Deukthätigkeit des Autors beredtes Zeugnis ab; möge es auch eines ausgedehnten Leserkreises