Deutschostcifrika in hellenn Lichte
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kann aber da, wo sich ein Verkehrswcrt gebildet hat, immer nur dieser gelten. Will man also dem Anerben eine Gunst erweisen, so mag man das ausdrücklich sagen, nicht aber den Vorteil, den man ihm zuwenden will, unter einem falschen Wertbegriff verstecken. Zwei verschleime Wertbegriffe aufzustellen, kann nur dazu dienen, die ohnehin so schwierige und leicht zu Irrungen führende Lehre vom Werte noch mehr zu verwirren.
Deutschostafrika in hellerm Lichte
ie wissenschaftlichen und litterarischen Erfvlge der Deutschen in Afrika sind noch immer größer und zweifelloser als die politischen und kolonisatorischen. Wißmann und Peters haben gezeigt, daß es Deutsche giebt, die als Forscher und Schriftsteller tüchtiges und im Praktischen das höchste leisten. Auch geht jetzt sicher ein viel kräftigerer Hauch praktischer Erfahrung und Bestrebung selbst durch unsre gelehrtesten und bcstgcschricbnen Bücher über Afrika als früher. Aber sicherlich sind unsern Landsleuten bisher mehr afrikanische Plantagen als Bücher verunglückt, und die litterarischen Pläne zeigen eine sichrere Zeichnung und Ausführung als die kolonisatorischen. Das ist ja sehr natürlich. Unsre jungeu Forscher kommen fertig geschult hinaus, während unsre Koloniengründer erst vom ABC an lernen, verlernen und wieder lernen mußten. Nun, wir haben ja unter beträchtlichen Widerwärtigkeiten so manchen schönen Plan verwirklicht, sogar das einige deutsche Reich, warum sollen wir nicht auch dort theoretisch voraus sein und praktisch noch zur rechten Zeit nachkommen? Jedenfalls wollen wir uns der schönen und gediegnen Bücher der deutschen Afrikalitteratur freuen, und um fo inniger, je enger sie sich, ohne Schaden für ihre Gründlichkeit, immer mehr an die praktischen Bedürfnisse des jungen Kvlonialvolkes anzuschließen suchen.
Das laufende Jahr hat uns zwei neue Werke über Afrika gebracht, die wir gerade auf ihre praktischen Ergebnisse hin einmal näher prüfen wollen: Friedrich Stuhlmanns Werk: Mit Emin Pascha ins Herz von Afrika und das Buch Oskar Baumanns: Durch Massailand zur Nilquelle (beide im Neimerschen Verlag in Berlin erschienen); Stuhlmanns Werk trägt noch den bedeutsamen Nebentitel: Ein Reisebericht mit Beitrügen von Dr. Emin Pascha, in seinem Auftrage geschildert. Beide Bücher sind glänzend ausgestattet, mit Illustrationen und sehr guten Karten reich versehen, beide bringen sehr viel neues, besonders für die Geographie und die Ethnographie, beide beruhen auf gründlicher Arbeit und haben dabei noch den großen Vorzug,