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Religiöse Studien eines Weltkindes
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Jägerlatein

Schuster mehr vom Pfarrer öffentlich sagen, was sich damals ein Kurfürst sagen ließ."

An den Gräbern" schließt Nichl seine religiösen Fragen. Ich hebe aus diesem Kapitel nur eine Stelle heraus.Den Tod hat man umsonst, das Begrabenwerden ist hingegen sehr teuer geworden. Wir halten das Mor- tuarium des Mittelalters, den »Hauptfall,« »Bestfall,« kraft dessen beim Tode des hörigen Hausvaters das beste Stück Vieh dem Grundherrn ab­geliefert werden mußte, für eine sehr grausame feudale Abgabe. Allein das Mortuarium, welches heute manche unbemittelte Familie beim Tode ihres Ernährers in der Form von Grabesankauf und Begräbniskosten leisten muß, ist häufig noch weit drückender."

Ich habe versucht, von dem Reiz, dem Gedankenreichtum dieserReli­giösen Studien eines Weltkmdes" eine annähernde Vorstellung zu geben. Mit dem Tode beginnen diese bunten Studien, und an den Gräbern enden sie. Auch deshalb sind sie für mich ein Buch, nach Werktagslärm und All­tagshast gut zu lesen am Sonntagnachmittag.

Jägerlatein

von Friedrich Düsel (Schluß)

enn Münchhausen in Rußland mit einem Schusse sünf Paar Enten, vier Nothälse und ein paar Wasserhühner erlegt und die Heldenthat mit den stolzen Worten begleitet:Gegenwart des Geistes ist die Seele mannhafter Thaten," so haben wir hier wieder den schon aus dem glücklichen Fischfang des elsässischen Bauern Weigger bekannten Typus des massenhaften Erfolgs eines einzigen Anschlags. Er zieht sich in den mannichfachsten Variationen durch die ganze Zwischenzeit. So erzählt ein vielleicht aus ältern französischen Quellen schöpfendes Jesuitenbttchlein aus dem siebzehnten Jahrhundert, wie ein Bogen­schütz, der nach drei auf einem Zweige sitzenden Holztauben zielt, einen Spalt in den Ast schießt, worin sich die Vögel fangen, während der weiterfliegende Pfeil einen Habicht aus der Luft holt, beim Fall einen Storch tötet und einen Fisch ausspießt, der im nahen Bach schwimmt. Damit noch nicht genug, erschlägt der Schütze mit dem herausgeschleuderten Fisch und Pfeil auch noch einen Hasen, der am Ufer hockt; und stolz fügt auch hier der Held hinzu: