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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur

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lassen und geben, was ihm gebührt, und es gäbe keine soziale Frage. An der Verwirrung, in der wir leben, kann also nichts schuld sein alsdie Entthronung der Bildnngsfaktoren."Alleiniger Urfaktor der Herzensbildung" ist die Knust, die höchste aller Küuste aber ist die Poesie, die durch die dramatische Kunst am mäch­tigsten auf die Herzen einwirkt. Also: schafft uns Theater, wie sie sein sollen, und die soziale Frage ist gelöst. Herr Paul Erdmann ist nämlichTheaterdirektor c>. D.," wie er sich auf dem Titel neunt. Der Spaßvogel gefällt uns.

Nochmals Professor Nntorp. In Heft 13 haben wir die bekannte An­gelegenheit des menschenfreundlichen Universitätslehrers besprochen nnd bei dieser Ge­legenheit auch seine im Aprilheft von Pernerstorfers Deutscheu Worten erschienene Abhandlung:Pestalozzis Jdeeu über Arbeiterbilduug und soziale Frage" er­wähnt. Es wird uuseru Leseru lieb sein, zu erfahre», daß der Verfasser diesen sowohl für die Kenntnis Pestalozzis wie für die Gesellschaftswissenschaft wert­vollen Aufsatz jetzt iu Heilbronn bei Salzer als Broschüre herausgegeben hat.

Litteratur

Grundriß der politischen Ökonomie. Von Dr. Eugen von Philippovich, Professor an der Universität Freiburg. Erster Band, allgemeine Volkswirtschaftslehre. Freiburg i. Br. und Leipzig. I. C. B. Mohr, 1893

Dieses Werk bildet die dritte Abteilung desEinleitungsbaudes" eiues Hand­buchs des öffentlichen Rechts, das die Professoren H. Marquardscn und Max Seydcl herausgeben. Iu der Aufkündigung desGrundrisses" heißt es:Die Darstellung verfolgt in erster Linie den Zweck, den Fortschritt, der durch die reiche Spezial- litteratnr der letzten Jahrzehnte auf dem fraglichen Gebiete erreicht worden ist, in zusammenfassender, einheitlicher Darstellung des Wesentlichen zum Ausdruck zu bringen." Dieses Versprechen wird in befriedigender Weise erfüllt. Der Verfasser selbst nimmt, wie das nach Lage der Dinge kaum anders sein kann, zwischen den verschiednen Nichtungeu eine vermittelnde Stelle ein. Als ein erfreulicher Fort­schritt ist es nnter anderm zu betrachten, daß er den wesentlichen Unterschied zwischen Produktion und Erwerb, Prodnktivität nnd Rentabilität, Produktiv- und Erwcrbs- rapital kräftig hervorhebt, nnd daß er die Lehre von der Kapitnlbildung durch Sparen wenn auch noch nicht preisgiebt, so doch wenigstens einschränkt. Dagegen

'st zu

rügen, daß in 51 der übertreibenden Spartheorie gegenüber die Arbeit

als die eigentliche Erzeugerin der Kapitalsgüter, also anch des Kapitals, nicht aus­drücklich hervorgehoben wird, uud daß ihr der Verfasser von vornherein (in Z 42) ^ chr gebührende Stellung verweigert, indem er sie nnter denProdnktions- Mtoren" als dritten aufzählt und dem Kapital die zweite Stelle einräumt; als erster wird selbstverständlich das Land genannt.