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Otto: Du Bois-Reymond und der Neovitalismus
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Der Zug nach dem Norden

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um Du Bois Wvrte zu gebrauchen,einfachste Lebewesen" an, aus denen vhne weitere Nachhilfe die heutige Natur, von einer Urbazille bis zum Palmen­walde, von einem Urmikrokokkus bis zu Snleimas holdem Antlitz, bis zu Newtons Gehirn ward"; aber ich unterfange mich nicht, die Zweckmäßigkeit, die sich steigernde Vervollkommnung, das Werden der Organismen überhaupt auf rein mechanische Weise, vhne ein der lebenden Substanz innewohnendes Streben zu erklären.

Der Zug nach dem Norden

cmche Kenner unsers geistigen Lebens halten den von Goethe und Schiller begründeten Klassizismus für eine Stufe geschicht­licher Entwicklung ohne selbständigen Wert, für eine Art von Gymnasiastenlittcratur. Man hat dafür verschiedne Formeln gefunden. Man spricht unter anderm von einer Renaissance der Renaissance, meint also damit ein nicht mehr unmittelbares Verhältnis zur Natur, sondern eine Richtung, die man z. B. in der bildenden Kunst als akademische zn bezeichnen pflegt.

Andre dagegen, zu denen ich mich stellen möchte, finden, daß in mancher Schillerschen Ballade, in Goethes Jphigenie oder in Gedichten wie dem Pro­metheus abgesehen von jedem Liebhaberwerte eine Weiterbildung des Griechen­tums gegeben sei, die wahr und treu, kurz unmittelbar das ausdrückt, was ein moderner Meusch in seiner Seele fühlt. Oder bin ich und meinesgleichen vielleicht doch zu sehr mit dem griechischen Altertum vertraut, zu sehrFach- Mann," um unbefangen empfinden zu können? Diese Möglichkeit muß ich wenigstens offen lassen, wenn ich daran denke, daß Männer, die mir an Kenntnis des Altertums und vielleicht auch an allgemeiner Bildung überlegen sind, die höchste Blüte jenes Klassizismus etwa in Goethes Pandora sehen wollen, die mir, wenn ich den starken Ausdruck gebrauchen darf, als eine Verirrung erscheint. Vielleicht wäre also, wer sich eingehend mit dem Alter­tum beschäftigt hat, am wenigsten berufen, über den allgemein giltigen Wert seiner Stoffe und Erzeugnisse ein Urteil abzugeben?

Da es jedenfalls eine Dogmatik in diesen Dingen nicht geben kann, so wollen wir jene Frage einstweilen ohne Antwort lassen. Aber vielleicht ist von diesem Gegensatze der Meinungen aus ein Standpunkt zu gewiunen, um manche Anregung zu verstehen, die uusre Zeit bewegt, manche Richtung, die sich für neu ausgiebt, auch wenn sie es nicht ist.