Zur Frauenfrage
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heit der Kampfgenossen kann wohl den Nachweis führen, daß ihnen die Beteiligung am Feldzug auch Opfer und Verluste an Geld und Gut auferlegt hat. Es ist aber doch wohl zu hoffen, daß der großen Mehrheit von ihnen das Bewußtsein, mitgethan zu haben, so viel wert ist, daß sie den Gedanken an eine Geldentschüdignug weit von sich abweisen wird. Dagegen verdient der Gedanke wohl eine Erwägung, aus den Überschüssen des Juvalidenfonds solche Kampfgenossen, die unverschuldet in Not geraten sind, kräftig zu unterstützen. Wenn im übrigen der Juvalidenfonds zu hoch ausgestattet ist, so muß durch ein Gesetz der Weg gefunden werden, den Überfluß an solche Zweige der Reichsverwnltung abzuleiten, wo Bedarf ist, und an solchen fehlt es ja nicht.
Es darf fchließlich wohl noch die Hoffnung ausgesprochen werden, daß nicht alle 7000, die in den 41 Vereinen vertreten sein sollen, in diesem Anspruch einig sind. Wenigstens ist unsers Wissens im vorigen Jahre auf dem „Kongreß" in Dresden noch bemerkenswerter Widerstand laut geworden. Aber wenn jetzt anch alle darin einig sein sollten, so darf das die, die eine reinere und uneigennützigere Auffassung von dieser Auszeichnung zu haben glauben, nicht abhalten, ihr unzweideutig Ausdruck zu geben.
Zur jrauenfrage
von einer Frau (Schluß) '
enn die Art des Unterrichts, die mir für die weibliche Erziehung fruchtbar und notwendig erscheint, deu Blick iu die Zukunft richten mnß, nämlich auf das künftige Leben der zu erziehenden uicht nur, sondern des Volkes, dem sie angehören, und der Menschheit, so muß sie doch zu diesem Zweck ihn vorher in die Vergangenheit versenkt haben. Und damit komme ich zu den praktischen Plänen, wenn die bisherigen etwas zu theoretisch in der Luft zu schweben schienen. Ich meine, der größte Einfluß auf Leben und Charakterbildung eines Menschen wird doch durch die Erfahrung geübt. Wer aber selber noch keine Erfahrungen hat machen können, wird der nicht am besten dnrch die Erfahrungen andrer belehrt werden? Der Hauptquell aller sittlichen Belehrung und Erziehung scheint mir das richtige Verständnis der Geschichte zu seines Deshalb möchte
Um mich vor Mißverständnissen zu schützen, bemerke ich ausdrücklich, daß ich der Geschichte diese hohe Stelle nur relativ einräume, d. h. im Vergleich zu allen übrigen Fächern;